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Buenos Aires, Sonntag, den 28. September 2003

Pater Oscar Pezzarini
Pater Oscar Pezzarini

Liebet einander

Was bedeutet es einander zu lieben, oder wie kann man das ganz konkret machen? Zu lieben: heisst das ausserordentliche oder sogar heldenhafte Taten der Liebe zu vollbringen? Zweifellos gibt es viele kleine Haltungen um Liebe zu bezeigen, und sie würden die Welt viel bewohnbarer machen.

Wenn wir uns auf dieses “liebet einander” beziehen dann fehlt nie jemand der fragt was es bedeutet, oder wie man das ganz konkret machen kann ohne in “irrtümliche” Arten der Liebe zu stürzen die man öfter findet, da es sehr leicht möglich ist sich zu vertun in dem was echte Liebe heisst, oder die echte Art zu lieben.

Jemand den man kaum kennt zu lieben ist noch viel schwerer. 

Zu lieben: heisst das ausserordentliche oder sogar heldenhafte Taten der Liebe zu vollbringen? Ich glaube dass wenn wir davon sprechen jemanden zu lieben wir uns einerseits auf die Liebe zu jemand beziehen können der uns sehr nahesteht oder mit dem uns Liebesbande verbinden wie unsere Familie, Freunde, Ehefrau oder Ehemann, Freundin oder Freund, usw., aber ich glaube dass wir andererseits an Nächstenliebe denken müssen und uns darauf beziehen dass wir als Christen irgendwie Liebe zu denen zeigen müssen denen wir begegnen, oder die nur zeitweise unseren Weg kreuzen.

Vielmals habe ich von Gebärden gelesen von denen es gut wäre wenn die Menschen sie als eine Art ihre Liebe den Mitmenschen gegenüber auszudrücken zeigen würden, und ich werde hier versuchen mich an einige von ihnen zu erinnern und sie mit Ihnen zu teilen, und noch andere dazugeben die meines Erachtens als Gebärden der Nächstenliebe nützlich sein können:

  • Prinzipiell Gutes von anderen denken, uns nicht vom Anschein oder vom ersten Eindruck verführen zu lassen.
  • Immer versuchen Gutes zu tun ohne sich zu fragen ob der andere es verdient oder nicht.
  • Andere, mit denen man regelmässig zusammenkommt mit dem Namen anzusprechen, wozu man natürlich zuerst deren Namen lernen müssen.
  • Lächeln, ob man Lust hat oder nicht.
  • Alle begrüssen, auch die, die man nicht kennt.
  • Beleidigungen vergessen.
  • Andere ertragen, auch die, die lästig oder aufdringlich sind, und ihnen mit guter Miene zuhören.
  • Die Greise ermuntern, respektieren, und ihnen zuhören, und nicht ungeduldig werden.
  • Anderen Gutes erzählen das Dritte von ihnen gesagt haben.
  • Pünktlich sein um die Zeit anderer nicht zu misbrauchen.
  • Bei Auseinandersetzungen unsere Gründe ausdrücken, aber ohne zu schreien oder unseren Gesichtspunkt mit Gewalt aufzuzwingen.
  • Jemanden berichtigen wenn es nötig ist, es aber als einen Dienst an ihm tun und als etwas das uns selbst schmerzt, und wissen dass wir es zum Guten dieses Menschen tun und nicht um uns besser zu fühlen weil wir einen Fehler entdeckt haben.
  • Für andere beten und zwar viel, für die die uns nahe stehn, aber besonders auch für diejenigen die wir eigentlich nicht recht leiden können.

Wir könnten noch viele andere Dinge hinzufügen, jeder von uns könnte diesen kleinen Gesten sogar einen Namen geben da wir wissen dass viele dieser kleinen Haltungen die Welt viel bewohnbarer machen würden.

Pater Oscar Pezzarini
Generalbevollmächtigter des Werks von Don Orione in Argentinien

 

Pater Oscar Pezzarini bringt uns mit seinen Überlegungen im Programm "La Manga" der Felices los Niños- Stifung auf Radio Rivadavia, Sonntags von 2:00 bis 5:00 Uhr früh zum Nachdenken.
Kleines Cottolengo Don Orione
0800-333-6746 in Argentinien oder +54 (11) 4268-7722 vom Ausland aus.

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