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Eine Überlegung von Pater Oscar Pezzarini, Leiter des Cottolengo Don Orione

Pater Oscar Pezzarini
Pater Oscar Pezzarini

"Wieder an Frieden denken"

Angesichts der Einberufung für nächsten Mittwoch den 18. sagte Pater Oscar, auf Pater Grassis Wunsch mit dem wöchentlichen Kommentar in der Rundfunksendung "La Manga" beauftragt, dass der Friede im Herzen eines jeden entsteht. Ausserdem vertrat er dass es in Argentinien Kleinlichkeit, Egoismus und persönliche Herrschsucht gibt, die zu Unstimmigkeiten führen. "Wenn wir vom Vaterland sprechen, dann sprechen wir von jedem unserer leidenden Brüder", sagte er.

Buenos Aires, Sonntag, den 15. Dezember 2002.- Angesichts der für nächsten Mittwoch, den 18. Dezember vorgesehenen Volkseinberufung um für Argentinien zu beten vertrat Pater Oscar Pezzarini, mit dem wöchentlichen Kommentar beauftragt in Pater Julio Grassis Radioprogramm "La Manga" (Radio Rivadavia - MW 630 kHz - Sonntags von 02 bis 05 Uhr), dass "jeder selbst in seinem Herzen die Suche nach Frieden unternehmen muss, beginnend mit dem Frieden im Herzen".

"Wenn nur noch wenige Tage bis Weihnachten fehlen, bringt uns die anfangende Woche die Erinnerung an jene Ereignisse die unser Land veränderten. Der erweiterte Vorstand des Diálogo Argentino rief zu einer Gebärde für den 18. Dezember auf: Jeder Argentinier soll, wo er auch ist, ein Zeichen geben um vom Frieden oder für den Frieden zu sprechen. Man möge erwägen dass diese Gebärde der Gesang der Nationalhymne sein könne."

"Der Gesang von ganzem Herzen der Hymne, ungeachtet des Protokolls, lässt uns wirklich unsere Persönlichkeit fühlen. Wir können deshalb nicht weiterhin unsere Vaterlandsliebe verlieren, die viel weiter geht als die Liebe zum Land und die unsere uns umschliessende Persönlichkeit einschliesst."

"Die Suche nach Frieden muss von jedem unternommen werden, mit dem inneren Frieden beginnend. Es ist der Friede des Herzens, der darin besteht Gott im Innersten zu haben damit dieser Friede nachher sich offenbaren kann."

"Wenn man auch in der Technik und den Medien immer weiter vorankommt um viele mit dem menschlichen Wesen zusammenhängende Schwierigkeiten zu lösen, fehlt dieser Welt an vielen Stellen der Friede. Nicht nur wegen den Kriegen die jetzt entstehehn oder noch entstehen werden, sondern auch wegen der Unstimmigkeiten zwischen den Einwohnern eines Landes."

"In Argentinien gibt es keinen überkommenen Krieg, aber es gibt Unstimmigkeiten die durch Kleinlichkeit, Egoismus und persönliche Herrschsucht hervorgerufen werden.. Dieses gespaltene Herz, im Kampf zwischen Gut und Böse, erzeugt das Fehlen eines inneren Friedens, was sich in Verhalten zeigt die vieles mit Gewalt und Krieg gemeinsam haben" sagte der Leiter des Cottolengo Don Orione.

"Wenn wir vom Vaterland sprechen, dann sprechen wir von jedem unserer Brüder. Es muss uns wehtun wenn sie schlecht dran sind, wenn sie Hunger haben aber keine Arbeit, und wenn sie nicht wissen wie sie ihren Kindern das materiell und geistlich Allernötigste geben können."

Der innere Friede versteht sich als Respekt den wir vor den anderen Brüdern haben die in unserem Land leben. Für alle muss es aber von innen kommen. Alle zusammen bauen wir das Land auf. Wir müssen die Verantwortung aufnehmen, von jeder Stelle aus wo wir unsere Pflichten erfüllen.."

"Zwar stimmt es dass der Hunger und die Arbeitslosigkeit besorgniserregend sind, aber dadurch kann man nicht jede Haltung begründen, gerade weil es ein Thema der Verantwortung eines jeden ist, sowie der ganzen Gemeinschaft. Dies ist der Fall bei den Plünderungen."

"Die Verzweiflung bringt manchmal Meschen dazu falsch zu reagieren. Wir müssen aber wissen und verstehn dass diese Taten falsch sind. Johannes Paulus II sagt uns dass wir den Sinn für die Sünde verloren haben. Und wir haben den Sinn für alles dessen verloren was schlecht ist."

"Man soll diesen Weg nicht begründen, weil er nirgendwohin führt. Er würde nur weiterhin den Weg der Teilung nähren. In diesem Land sind alle Bedingungen gegeben damit alle mit Würde leben können. Nicht nur wegen seinen Bodenschätzen, sondern auch wegen seinem Menschenpotential."

"Um dieses Konzept einzurichten müssen wir es an das Gewissen unserer Kinder weitergeben und in denen einrichten die generationell nach uns kommen. Inmitten der Hilflosigkeit und so vielen Bildern die auf ein "rette sich wer kann" zeigen, sind wir, die Erwachsenen, verantwortlich für die Aussagen und für die Zukunft der heutigen Kinder."

"Die Einberufung am 18. ist ein Grund wieder an den Frieden zu denken, dieser Friede der in uns sein muss und der uns hilft die Werte zu entwickeln die uns vorwärts bringen können. Hoffen wir dass wir in dieser Weihnacht irgendeinen Wert zurückgewinnen können unter denen die jetzt zu Schlaf gelegt sind", schloss Pater Oscar Pezzarini.

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