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Leitartikel > Leitartikelarchiv ![]() Eine Überlegung von Pater Oscar Pezzarini, Leiter des Cottolengo Don Orione
"Die Familie ist die erste Erzieherin"Am Tag der Heiligen Familie sagte Pater Oscar, auf Pater Grassis Wunsch mit dem wöchentlichen Kommentar in der Rundfunksendung "La Manga" beauftragt, dass die Familie als Einrichtung Angriffe und Zermürbung leidet. Ausserdem sprach er von Ausdauer und Beharrlichkeit, zwei für das Familienleben nötige Werte. "Die Welt der Unmittelbarkeit darf unser Innenleben nicht einschränken", bestärkte er.Buenos Aires, Sonntag, den 29. Dezember 2002.- Pater Oscar Pezzarini, Leiter de Cottolengo Don Orione, mit dem wöchentlichen Kommentar beauftragt in Pater Julio Grassis Radioprogramm "La Manga" (Radio Rivadavia - MW 630 kHz - Sonntags von 02 bis 05 Uhr), sagte heute Nacht dass "die Familie die erste Erzieherin ist, bei der wir lernen durchs Leben zu gehen". "Die Heilige Familie ist eine Erinnerung an Jesus, Maria und Joseph. Als Gott auf die Welt kommen wollte, wollte er in einer Familie aufwachsen um von ihr aus den Menschen zu erlösen." "Die Familie als Einrichtung leidet viele Angriffe und Zermürbung mittels sogenannter Fortschritte die sie herunterspielen. Wir müssen uns aber entsinnen dass sie die Zelle der Gesellschaft ist, so wie sie unzweifelhaft die Grundlage der Kirche ist, weshalb sie auch die 'häusliche Kirche' genannt wird". "Wir müssen nachprüfen was mit der Familie geschieht, von der Armut her und der Arbeitslosigkeit, und mit den Werten die sich umgekrempelt haben, wie z. B. das Engagement und die Beharrlichkeit. Es fällt schwer beharrlich zu sein in dem was wir tun. Deshalb müssen wir die Beharrlichkeit der Behinderten retten" sagte Pater Oscar. "Der Mensch braucht Verpflichtungen, und kann sie für sein ganzes Leben lang annehmen. Später kommen dann die Hilfen, der Brennstoff aller geistlichen und menschlichen Mittel damit die Beharrlichkeit sich in eine Gnade Gottes wandelt. Im Fall der Ehe ist dieser Brennstoff die Liebe, und das Heim wird es für die Familie sein." "Die Welt der Unmittelbarkeit darf unser Innenleben nicht einschränken. Ausserdem geben wir die Werte der Beharrlichkeit und der Ausdauer nicht an die neuen Generationen weiter. Heutzutage gibt es kein Ringen mehr und keine Anstrengung um etwas zu erreichen. Eine Hürde zu nehmen ist ein Teil des menschlichen Lebens, und sollte nicht vermieden werden." "Die Familie ist die erste Erzieherin bei der wir lernen durchs Leben zu gehen. Einrichtungen wie Kirche oder Schule begleiten diese Familienerziehung. Wenn wir diese Familienerziehung ausser Acht lassen dann werden wir viele Werte verlieren. Zeigen wir unseren Jugendlichen das Beispiel derer die imstande sind beharrlich zu sein wie die Familie." "Wir sind zum Familienleben eingestellt", vermerkte der Leiter des Cottolengo Don Orione als er sich über diejenigen Personen äusserte die allein geblieben sind oder nie eine Familie hatten. Pater Oscar Pezzarini bezog sich auch auf den Tag der Unschuldigen Kinder, deren gestern von der katholischen Kirche gedacht wurde: "Am Tag der Unschuldigen Kinder gedenkt die Kirche der Kinder im Alter unter zwei Jahren die ihr Leben zur Zeit der Geburt Jesu gaben, als König Herodes von seiner Geburt erfuhr. Er stellte sich unter dem Neugeborenen einen 'weltlichen König' vor der ihm sein Königreich streitig machen würde, deshalb befahl er den Tod der Kinder unter zwei Jahren". "Dies auf unsere Zeit beziehend, müssen wir daran denken wie viele noch durch Kriege, Hunger, oder durch Abtreibung sterben." "Heute gibt es keinen König Herodes mehr, aber es gibt andere, Herrscher oder nicht, die durch ihre Taten oder Unterlassungen bewirken dass viele Unschuldige in einer Welt leiden und sterben die einerseits grosse Fortschritte macht, in der andererseits solche Sachen vorkommen." Zum Schluss lud Pater Oscar die Gemeinschaft ein "zu überlegen wie dieses Jahr erlebt wurde, über ihre Kämpfe und ihre Krisen und auch über die gemeinschaftliche Verbundenheit". Zur Lage Pater Grassis versicherte Pater Pezzarini dass "dieses Jahr uns mit Pater Julios Kreuz gebrandmarkt hat. Wir müssen uns fragen was Gott uns durch dieses grosse Kreuz sagen will, denn wenn es nicht so wäre, so wäre es kein Kreuz, denn das Kreuz fällt schwer". "Dieses Jahr wird in unserer Erinnerung bleiben wegen der Angriffe auf die Kirche und andere bürgerliche Einrichtungen mittels von Egoismus beherrschten Haltungen und Kämpfen. Von der Kirche anfangend bis hin zum Staat und der Justiz. Lassen wir nicht zu dass diese Angriffe voranschreiten weil eine Zermürbung der Institutionen sehr gefährlich ist", schloss er.
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