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Eine Überlegung von Pater Oscar Pezzarini, Leiter des Kleinen Cottolengo Don Orione in Claypole und Ökonom und Bevollmächtigter des Werks von Don Orione

Pater Oscar Pezzarini
Pater Oscar Pezzarini

"Der echte Friede ist in uns selbst"

Im Angesicht des bevorstehenden Angriffs auf Irak trotz weltweiten Demonstrationen um den Krieg aufzuhalten vertrat Pater Oscar dass der Frieden im alltäglichen Leben beginne, im Denken und in den Handlungen eines jeden von uns. Er sagte auch dass "eine auch in grosser Zahl vorhandene Bewaffnung ohne Kriegserklärung tötet".

Buenos Aires, Sonntag den 16. Februar 2003.- Nach weltweiten Demonstrationen in mehr als sechzig Ländern gegen den Ausbruch eines Krieges gegen Irak vertrat Pater Oscar Pezzarini, mit dem wöchentlichen Kommentar beauftragt in Pater Julio Grassis Radioprogramm "La Manga" (Radio Rivadavia - MW 630 kHz - Sonntags von 02 bis 05 Uhr) heute Nacht dass "wenn es auf der Welt gewalttätige Fuhrer und Verantwortliche gibt, so ist das nur weil wir, die auf dieser Welt lebende Menschen, eben mehr oder weniger von dieser Gewalttätigkeit haben."

"Wenn die Welt friedfertig wäre dann müssten die Gewalttätigen zuhause bleiben ohne zu wissen was zu tun. Der Krieg fusst nicht auf Kanonen oder auf Bomben, sondern auf diejenigen die sie abfeuern oder auslösen", sagte der Bevollmächtigte und Ökonom des Werks von Don Orione.

"Der Friede ist eine Tugend die der Seele Ruhe und Gelassenheit einflösst. Es ist die Ruhe, die Zusammengehörigkeit, die Versöhnung, der Einklang der Seele. Dies alles muss im täglichen Leben, in den Handlungen und in den Gedanken eines jeden von uns beginnen."

"Es ist wirklich unglaublich dass in diesem Augenblick der Weltgeschichte, in dem wir Zeugen und Beteiligte so vieler Fortschritte in Wissenschaft und Technik sind, kein anderer Ausweg als der Krieg zur Lösung gewisser Konflikte gefunden werden kann. Wir wissen dass was immer auch geschehen mag, der Krieg der Menschheit schadet. Papst Johannes Paul II sagte 'In einem Krieg ist die Menschheit der einzige Verlierer'".

"Dieserart wird keine Lösung gefunden um den Hunger von Millionen Kindern auf der ganzen Welt zu stillen, auch wird ihnen hiermit nicht der Zugang zur Erziehung und zur Gesundheit erleichtert, und das Problem der Arbeitslosigkeit vieler Familien wird dadurch auch nicht gelöst" sagte der Leiter des Kleinen Cottolengo Don Orione in Claypole.

"Ganz im Gegenteil, wir wissen dass dies alles nur chlimmer werden wird, nicht nur am Ort des Konflikts, sondern an vielen anderen Orten wird es viel davon geben. Deshalb müssen wir beten und uns äussern. Es ist aber auch wahr dass wenn wir der Gefahr eines Krieges gegenüberstehn dies nicht nur durch einen Einfall einiger Weltführer hervorgerufen wird. Vielleicht ist dies ein Wendepunkt um einen Weg zum Frieden zu finden."

"Dass die völkerrechtlichen Organisationen und die verschiedenen Friedens-, Medien- und Fortschritts- Konferenzen nicht dazu nützen eine andere Lösung zu finden als Menschen und Völker zu zerstören ist ein totaler Widerspruch."

"Wir dürfen nicht vergessen dass Krieg und Frieden im oftmals zwiespältigen Herzen des Menschen ihre Ursache haben. Der Friede fängt beim Menschen selber an. Wenn es auf der Welt gewalttätige Führer und Verantwortliche gibt, dann ist es nur weil wir, die auf dieser Welt lebende Menschen, eben mehr oder weniger von dieser Gewalttätigkeit haben."

"Wenn die Welt friedfertig wäre dann würden die Gewalttätigen zuhause bleiben müssen ohne zu wissen was zu tun. Der Krieg fusst nicht auf Kanonen oder auf Bomben, sondern auf diejenigen die sie abfeuern oder auslösen. Der Friede ist eine Tugend die der Seele Ruhe und Gelassenheit einflösst. Es ist die Ruhe, die Zusammengehörigkeit, die Versöhnung, der Einklang der Seele. Dies alles muss im täglichen Leben, in den Handlungen und ind den Gedanken eines jeden von uns beginnen."

"Wir sind durch den bevorstehenden Krieg mit Besorgnis erfüllt. Aber wir müssen uns auch um die vielen Kleinkriege besorgen die aus Spannungen erwachsen, aus unserer Selbstsucht, aus begangener Ungerechtigkeit, und dabei ist das gefährlichste vielleicht dass wir nur zusehn was rund um uns geschieht und wir nicht versuchen etwas zu unternehmen. Dies ist vielleicht gefährlicher als viele Waffen."

"Wir müssen für den Frieden beten, wir müssen fordern und uns äussern. Dazu müssen wir aber auch mit der Stählung unserer eigenen Waffen beginnen. Entdecken dass ein dauerbarer Friede aus uns selbst spriesst. Dass unser Beitrag zum Frieden darin bestehen kann unsere "Waffen" der Zärtlichkeit, des Lächelns und der Vergebung zu fassen. Ein Mann der seine Frau und seine Kinder liebt trägt mehr gegen einen Krieg bei als viele Veranstaltungen und Demonstrationen. Ein guter Arbeitskollege der immer ein Wort der Ermutigung oder einen guten Witz bereit hat ist der Welt nützlicher als jener der über den Weltfrieden einen Artikel schreibt. Vielleicht tut jemand der einem armen kranken Greis oder einem alleinstehendem Kind beisteht mehr für den Frieden als die, die gegen das Rüstungsrennen demonstrieren."

"Die ohne Kriegserklärung jeden Tag Opfer fordernden Waffen sind auch eine im Überfluss vorhandene Bewaffnung", schloss Pater Oscar Pezzarini.

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