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Leitartikel > Leitartikelarchiv ![]() Buenos Aires, Sonntag, den 16. Juli 2006
Das Innere freilegenErziehung heisst nicht so sehr etwas von aussen “dazuzufügen”, sondern zu helfen das Innere blosszulegen. Tatsächlich besagt das lateiniche Wort für erziehen, “educere” wörtlich “von innen heraus zu nehmen”. Wie wunderbar ist es für Erwachsene, gleich ob Eltern oder Erzieher, zu bemerken, dass was wir Erziehung nennen nichts anderes ist als den Kindern oder jungen Menschen darin beizustehen, ihr Inneres zu entdecken und ihnen zu zeigen wie sie “es ans Licht zu bringen” können. Der Erzieher ist ein “Bildhauer” der mithilft das Innere nach aussen zu wenden und Überflüssiges dabei abzutragen, er ist kein “Maler”, der von aussen Farben zugibt.Ich las einmal eine Kurzgeschichte: ein Kind das neben einem Bildhauerstudio wohnte ging dort einmal rein, und sah am Werkplatz eines der Bildhauer einen grossen Steinblock. Einige Zeit später ging das Kind wieder hin, und sah, dass der Steinblock sich in das Standbild eines Pferdes verwandelt hatte. Das Kind sah den Bildhauer an und fragte ihn: "Wie wusstest du denn, dass in diesem Stein ein Pferd steckte? Die Frage mag drollig klingen, aber eigentlich zeigt sie die Wahrheit, das Pferd war ja wirklich im Steinblock enthalten, was der Bildhauer tat war alles “hinwegnehmen” was übrig war, und dem Stein die Form eines Pferdes zu geben. Durch seine grosse Fertigkeit konnte der Bildhauer all das hinwegnehmen was ausser seinem Platz war damit man später die Figur eines Pferdes ansehen konnte; er gibt nichts von aussen zu, sondern er nimmt weg was uns daran “hindert” das Pferd zu sehen. Gut, ich mache diese Einführung um mich auf das Erziehungsunterfangen zu beziehen das wir oftmals ausführen, und ich glaube, dass es darin besteht, vom Inneren “hinwegzunehmen” und dem Anderen schon von Kind ab zu helfen zu sehen was er hat. Erziehung heisst nicht so sehr etwas von aussen “dazuzufügen”, sondern zu helfen das Innere blosszulegen. Tatsächlich besagt das lateiniche Wort für erziehen, “educere” wörtlich “von innen heraus zu bringen”. Wie wunderbar ist es für Erwachsene, gleich ob Eltern oder Erzieher, zu bemerken, dass was wir Erziehung nennen nichts anderes ist als den Kindern oder jungen Menschen darin beizustehen, ihr Inneres zu entdecken und ihnen zu zeigen wie sie “es ans Licht zu bringen” können. Deshalb ist es wichtig, auf die Fähigkeiten eines Jeden zu achten anstatt zu versuchen, dass Kinder sich diesem oder jenem ähneln, oder dass sie der “frustrierte Berufung” folgen die ihre Eltern vielmals mit sich bringen. Kinder sollen niemand “ähnlich” und sich höchstens selbst treu sein was man “Selbsterfüllung” nennt, und von den Gaben ausgehend die Gott ihnen gab, ihre Berufung entdecken, ihren “Platz” im Leben. Menschliche Erfüllung besteht nicht darin, dass man etwas eines Anderen “nachahmt”, wenn es sich auch um gute Sachen handelt so sie sind doch eben “vom Anderen”, und das muss ein Erzieher, beginnend mit den “ersten” Verantwortlichen der Erziehung ihrer Kinder, den Eltern, immer in Acht nehmen. Der Erzieher ist ein “Bildhauer” der mithilft das Innere nach aussen zu wenden und Überflüssiges dabei abzutragen, er ist kein “Maler”, der von aussen Farben zugibt. Die Aufgabe der Eltern und des guten Erziehers beteht darin, das wunderbare Standbild im Kind zu sehen, und ihm dabei beizustehn, es ans Licht zu bringen.
Pater Oscar Pezzarini ladet uns zusammen mit Pater Leonardo Abregú Samstags von 8 bis 12 Uhr morgens (GMT-03:00) in dem von ihm geleiteten Programm "VENTANA A LA VIDA" auf RADIO PROVIDENCIA, 90.3 MHz zur Überlegung ein. Es wirken Einwohner des Cottolengos in Claypole mit (Raúl Romero, María Laura Andrada, Alberto Zoroch, Américo Torres), Produzent ist Roberto Beluzzo und die technische Leitung hat Ignacio Cavalli. Die FM PROVIDENCIA Sendung kann auch direkt hier abgerufen werden.
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