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Buenos Aires, Sonntag, den 30. Juli 2006

Pater Oscar Pezzarini
Pater Oscar Pezzarini

Verstehen wir es Fehler zu begehen?

Ich frage mich oftmals ob es eine Tugend oder ein Defekt ist ein “Perfektionist” zu sein. Ich glaube, dass etwas von beidem hat. Ich denke immer, dass das Wichtige im Leben nicht darin besteht sich nie zu vertun, “nicht zu fallen”, sondern darin, wie man auf einen Fehler reagiert, ob man fähig ist sich nach einem Fall zu erheben. Deshalb finde ich, dass es wesentlich in der Erziehung ist die wir unseren Kindern und Jugendlichen erteilen sie auf diese Möglichkeit des Irrtums vorzubereiten, dass sie verstehen einen Fehler zu überwinden, ihn “auf sich zu nehmen”, eigene Fehler “zu übernehmen”, anstatt sie davon überzeugen zu wollen sie wären “quasi allmächtig” bis hin zu der Idee, dass wenn sie mal einen Fehler begehen man schon von “Scheiterung” sprechen muss. Ich hoffe, dass wir verstehen unseren jungen Menschen beizubringen, dass es ein “problemloses” Leben ohne Irrtumsmöglichkeit nicht gibt, aber dass jeder Mensch die Fähigkeit hat Irrtümer zu überwinden.

Ich frage mich oftmals ob es eine Tugend oder ein Defekt ist ein “Perfektionist” zu sein. Ich glaube, dass etwas von beidem hat.

Selbstverständlich ist es eine Tugend, weil es uns dazu bringt vorzügliche Dinge zu tun.

Aber ich glaube es ist auch ein Defekt weil uns die Wirklichkeit klarmacht, dass in dieser Welt nichts vollkommen perfekt sein kann. Immer besteht die Möglichkeit Fehler zu begehen, und wir vertun uns wirklich.

Dehalb denke ich, dass es wichtig ist “zu lernen Fehler zu begehen”, dass irren zur menschlichen Natur gehört sollte vielleicht eins der ersten Dinge sein die man uns lehren sollte. Wir müssen versuchen alles so “perfekt” wie möglich zu tun, aber unweigerlich besteht eine Möglichkeit zum Irrtum.

Wenn wir lernen würden Fehler zu begehen, würde uns dies ganz bestimmt in vielen Sachlagen helfen, besonders wenn es darum geht uns zu übertreffen anstatt zu denken “wir wären gescheitert” wenn wir vielleicht bloss dachten alles würde nach unserem Vorhaben ausfallen, und was wie Versagen aussieht, in Wirklichkeit nichts anderes als die immer vorhandene Möglichkeit ist einen Fehler zu begehen, oder dass nicht alles einen “ganz perfekten” Ausgang haben kann.

Ich denke immer, dass das Wichtige im Leben nicht darin besteht sich nie zu vertun, “nicht zu fallen”, sondern darin, wie man auf einen Fehler reagiert, ob man fähig ist sich nach einem Fall zu erheben.

Deshalb finde ich, dass es wesentlich in der Erziehung ist die wir unseren Kindern und Jugendlichen erteilen sie auf diese Möglichkeit des Irrtums vorzubereiten, dass sie verstehen einen Fehler zu überwinden, ihn “auf sich zu nehmen”, eigene Fehler “zu übernehmen”, anstatt sie davon überzeugen zu wollen sie wären “quasi allmächtig” bis hin zu der Idee, dass wenn sie mal einen Fehler begehen man schon von “Scheiterung” sprechen muss.

Junge Leute haben grosse Ideale, sie sind zu grossen Vorhaben bestimmt, und dies darf man nicht beschwiftigen sondern man muss ihnen zeigen, dass die Wirklichkeit uns manchmal lehrt, dass es Dinge gibt die erst nach Überwindung mancher Hürden erlangt werden, und dass was wir oft als Scheiterung bezeichnen in Wirklichkeit nichts anderes ist als eine neue Chance die uns zeigt, dass wir fähig sind über die Runden zu kommen, wenn uns auch alles denken lässt, dass es sich nicht lohnte, viel Mühe in die Durchführung einer Tätigkeit zu stecken.

Es gibt niemand der sich nie vertan hat, was es gibt sind Menschen die es verstanden haben aus ihren Irrtümern neue Kraft zur Erneuerung eines Vorhabens zu finden, ohne den bitteren Gedanken, dass alle Anstrengung umsonst war und dass es sich nicht lohnt es nochmals zu versuchen.

Ich hoffe, dass wir verstehen unseren jungen Menschen beizubringen, dass es ein “problemloses” Leben ohne Irrtumsmöglichkeit nicht gibt, aber dass jeder Mensch die Fähigkeit hat Irrtümer zu überwinden.

Pater Oscar Pezzarini
Ordensprovinzial des Werks von Don Orione in Argentinien, Paraguay, Uruguay und Mexiko

 

Pater Oscar Pezzarini ladet uns zusammen mit Pater Leonardo Abregú Samstags von 8 bis 12 Uhr morgens (GMT-03:00) in dem von ihm geleiteten Programm "VENTANA A LA VIDA" auf RADIO PROVIDENCIA, 90.3 MHz zur Überlegung ein. Es wirken Einwohner des Cottolengos in Claypole mit (Raúl Romero, María Laura Andrada, Alberto Zoroch, Américo Torres), Produzent ist Roberto Beluzzo und die technische Leitung hat Ignacio Cavalli. Die FM PROVIDENCIA Sendung kann auch direkt hier abgerufen werden.

Pequeño Cottolengo Don Orione
 0800-333-6746 in Argentinien oder +54 (11) 4268-7722 vom Ausland aus.

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