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Buenos Aires, Sonntag, den 13. August 2006

Pater Oscar Pezzarini
Pater Oscar Pezzarini

Was wir unseren Kindern und Jugendlichen übereignen

Die Feier des “Tags des Kindes” bringt uns jedes Jahr zu einer Betrachtung über unsere Stellungsnahme als Gesellschaft, als Kirche, als Erwachsene, was wir für sie tun. Sind wir davon überzeugt, dass sie für uns Erwachsene unsere wesentliche Besorgnis sein müssen, dass sie wirklich “bevorrechtigt” sein müssen, und dass deshalb alles was wir tun mit einem Blick auf die Welt die wir ihnen überlassen werden getan werden muss? Kinder, Heranwachsende und Jugendliche haben die ihrem Alter entsprechende Tatkraft, sie sind voller Träume und Ideale, und zweifellos müssen sie ohne Irreführung, mit der Wirklichkeit angespornt werden, aber auch zu “grossen Vorhaben” ermuntert werden. Verkennen wir nicht unsere Kinder und Jugendlichen, “beschwichtigen” wir nicht ihre Wunschbilder indem wir sie mit unserem Pessimismus und unserer Entmutigung anfüllen, sondern prägen wir in sie den Wunsch nach einer ausgiebigen Suche nach wahrem Glück ein, und seien wir bereit sie auf diesem Weg zu begleiten.

Die Feier des “Tags des Kindes” bringt uns jedes Jahr zu einer Betrachtung über unsere Stellungsnahme als Gesellschaft, als Kirche, als Erwachsene, was wir für sie tun. Sind wir davon überzeugt, dass sie für uns Erwachsene unsere wesentliche Besorgnis sein müssen, dass sie wirklich “bevorrechtigt” sein müssen, und dass deshalb alles was wir tun mit einem Blick auf die Welt die wir ihnen überlassen werden getan werden muss?

Vor kurzer Zeit hat Papst Benedikt XVI sich auf Kinder und Jugendliche bezogen, und auf die Sorge die wir Erwachsenen für sie fühlen müssen: “Statt sich geliebt und umsorgt zu fühlen, scheinen sie (die Kindr und Jugendlichen) oft lediglich geduldet zu sein. In einer »aufgewühlten Zeit« fehlt es ihnen häufig an angemessener moralischer Führung von seiten der Erwachsenen, was für ihre intellektuelle und geistliche Entwicklung schwerwiegende Nachteile mit sich bringt. Viele Kinder wachsen heute in einer Gesellschaft auf, die Gott und die angeborene Würde der nach dem Ebenbild Gottes geschaffenen menschlichen Person vergessen hat.” (...) “Eltern, Erzieher und Verantwortliche der Gemeinschaft dürfen sich, wenn sie ihrer eigenen Berufung treu sein wollen, niemals ihrer Pflicht entziehen, Kinder und Jugendliche vor die Aufgabe zu stellen, ein Lebensprojekt zu wählen, das auf das wahre Glück ausgerichtet ist: ein Lebensprojekt, das zwischen Wahrheit und Falschheit, gut und böse, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, realer Welt und der Welt der »virtuellen Realität« zu unterscheiden vermag.”

Dies fordert uns auf darüber nachzudenken welch eine “Welt” wir unseren Kindern und Jugendlichen zeigen, was wir ihnen übereignen werden. Oftmals wird eigene Unzufriedenheit, Skepsis, oder die Ernüchterung der Erwachsenen an sie weitergegeben, im Glauben dass sie weder die Fähigkeit, die Absicht noch die Kraft haben “grosse Dinge” auszuführen.

Kinder, Heranwachsende und Jugendliche haben die ihrem Alter entsprechende Tatkraft, sie sind voller Träume und Ideale, und zweifellos müssen sie ohne Irreführung, mit der Wirklichkeit angespornt werden, aber auch zu “grossen Vorhaben” ermuntert werden.

Wenn man von Kindererziehung spricht denkt man meist nur an das Vorbringen der besten Methoden mit denen sie gewissen Übeln “zuvorkommen” können, ohne ihnen hohe und tiefgreifende Leitbilder vorzustellen die zu ihrer vollen menschlichen Entfaltung führen.

Wenn es darum geht sie zur der Entdeckung ihrer Berufung zu geleiten, dem wahren Sinn ihres Lebens, zeigt man ihnen meist die “einfachsten und rentabelsten” Wege, anstatt ihnen diejenigen zu zeigen die zu ihrer vollen persönlichen Entfaltung führen. Das mag oftmals das Ergebnis unserer eigenen “Fehlschläge” sein, in der Meinung, dass sie nicht fähig sein werden ihren höchsten Wunschbildern zu folgen.

Verkennen wir nicht unsere Kinder und Jugendlichen, “beschwichtigen” wir nicht ihre Wunschbilder indem wir sie mit unserem Pessimismus und unserer Entmutigung anfüllen, sondern prägen wir in sie den Wunsch nach einer ausgiebigen Suche nach wahrem Glück ein, und seien wir bereit sie auf diesem Weg zu begleiten.

Pater Oscar Pezzarini
Ordensprovinzial des Werks von Don Orione in Argentinien, Paraguay, Uruguay und Mexiko

 

Pater Oscar Pezzarini ladet uns zusammen mit Pater Leonardo Abregú Samstags von 8 bis 12 Uhr morgens (GMT-03:00) in dem von ihm geleiteten Programm "VENTANA A LA VIDA" auf RADIO PROVIDENCIA, 90.3 MHz zur Überlegung ein. Es wirken Einwohner des Cottolengos in Claypole mit (Raúl Romero, María Laura Andrada, Alberto Zoroch, Américo Torres), Produzent ist Roberto Beluzzo und die technische Leitung hat Ignacio Cavalli. Die FM PROVIDENCIA Sendung kann auch direkt hier abgerufen werden.

Pequeño Cottolengo Don Orione
 0800-333-6746 in Argentinien oder +54 (11) 4268-7722 vom Ausland aus.

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