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Buenos Aires, Sonntag, den 17. September 2006

Pater Oscar Pezzarini
Pater Oscar Pezzarini

Hört Gott uns wirklich an?

So viele Menschen haben um Gesundheit für ein ihnen liebes Wesen gebeten, um Arbeit für einen Sohn, um Sicherheit usw., und es sieht so aus als ob Gott “taub wäre”, oder so als ob ein Gebet doch nicht sehr wirksam ist. Auf diese Weise kommt zu dieser Wirklichkeit unter der so viele Menschen leiden noch eine Art “Glaubenskrise” hinzu, was auch sehr schmerzlich ist. Gott ist kein Wesen das mit der Lösung unserer Schwierigkeiten beauftragt ist, um uns von unserem Ringen und unseren Leiden zu befreien, auch ist Er nicht deren Ursache, sondern Er ist es der ihnen wahren Sinn gibt, und schliesslich ist die “Güte” Gottes nicht nur vorhanden wenn Er uns alles zur Zeit und in der Weise verleiht um was wir Ihn bitten. Unsere Beziehung zu Gott darf nicht in eine “Geschäftsbeziehung” ausarten, in der wir Ihn “lieben” solange Er uns liebt, sondern in unserer gänzlichen Hingabe, genau wie es bei wahrer zwischenmenchlicher Liebe nicht um Interesse oder Selbstsucht geht, sondern um die reine Gabe der Liebe.

Die Überschrift dieser Betrachtung fiel mir durch die vielen Menschen ein, die irgendwie auf Gott “böse” sind weil sie Ihn um Dinge bitten die Er ihnen nicht gewährt.

So viele Menschen haben um Gesundheit für ein ihnen liebes Wesen gebeten, um Arbeit für einen Sohn, um Sicherheit usw., und es sieht so aus als ob Gott “taub wäre”, oder so als ob ein Gebet doch nicht sehr wirksam ist. Auf diese Weise kommt zu dieser Wirklichkeit unter der so viele Menschen leiden noch eine Art “Glaubenskrise” hinzu, was auch sehr schmerzlich ist.

Man kann sehr viel darüber nachdenken, von diesen Fragen aus kommt man auf verschiedene Ergebnisse. Das Hauptergebnis besteht wohl darin, dass es nötig ist die “Vorstellung” zu revidieren die wir von Gott haben, und auch, welche Verantwortung der Mensch zum Leben hat, die doch ein Geschenk Gottes ist, der uns Freiheit verlieh, der die Welt in unsere Hände gab damit wir sie geniessen, der uns Verstand und Wille verlieh, die wir nicht immer richtig einsetzen.

Gott ist kein Wesen das mit der Lösung unserer Schwierigkeiten beauftragt ist, um uns von unserem Ringen und unseren Leiden zu befreien, auch ist Er nicht deren Ursache, sondern Er ist es der ihnen wahren Sinn gibt, und schliesslich ist die “Güte” Gottes nicht nur vorhanden wenn Er uns alles zur Zeit und in der Weise verleiht um was wir Ihn bitten.

Oftmals ist unsere Beziehung zu Gott insofern “egoistisch”, dass Gott Gott ist solange Er uns all das gewährt um das wir Ihn bitten, und unsere Antwort der Liebe zu Ihm ist ein Mass dessen, was Er uns gewährt.

In diesem Fall ist Gott kein höheres Wesen mehr, kein Schöpfer, der die Welt aus Liebe erschaffen hat, der mit dem Menschen seine Fähigkeit zu Liebe teilt, sondern aus Ihm wird ein “Anderer” mit dem ich um meine Liebe, meine Treue, sogar um meinen Glauben “handele”.

In Wirklichkeit weiss Gott schon was wir brauchen und was uns fehlt, und ausserdem achtet Er die Gabe der Freiheit des Menschen solchermassen, dass es oft sogar scheint, dass Er die von diesem begangenen Irrtümer nicht “begleicht”, wenn man auch weiss, dass “alles zum Guten beisteuert”.

Wenn wir Gott lieben, so ist dies nicht weil Er uns braucht, und allenfalls führt unsere Beziehung zu Ihm nicht dahin, zu erreichen, dass “Er will was ich möchte”, sondern dazu, dass wir versuchen müssen herauszufinden, was Gott “für uns will” um es auf diese Weise zu erreichen.

Unsere Beziehung zu Gott darf nicht in eine “Geschäftsbeziehung” ausarten, in der wir Ihn “lieben” solange Er uns liebt, sondern in unserer gänzlichen Hingabe, genau wie es bei wahrer zwischenmenchlicher Liebe nicht um Interesse oder Selbstsucht geht, sondern um die reine Gabe der Liebe.

Wahr ist, dass Gott uns immer anhört, aber nicht in der Weise, dass Er “unsere Selbstsucht nährt”, sondern indem Er unser Bestes sucht, wenn es uns oft auch schwerfällt dies zu verstehen, was wir aber sicherlich erreichen wenn wir das wahre Abbild Gottes finden, statt dem das wir uns irrtumlich von Ihm “geschaffen” haben.

Pater Oscar Pezzarini
Ordensprovinzial des Werks von Don Orione in Argentinien, Paraguay, Uruguay und Mexiko

 

Pater Oscar Pezzarini ladet uns zusammen mit Pater Leonardo Abregú Samstags von 8 bis 12 Uhr morgens (GMT-03:00) in dem von ihm geleiteten Programm "VENTANA A LA VIDA" auf RADIO PROVIDENCIA, 90.3 MHz zur Überlegung ein. Es wirken Einwohner des Cottolengos in Claypole mit (Raúl Romero, María Laura Andrada, Alberto Zoroch, Américo Torres), Produzent ist Roberto Beluzzo und die technische Leitung hat Ignacio Cavalli. Die FM PROVIDENCIA Sendung kann auch direkt hier abgerufen werden.

Pequeño Cottolengo Don Orione
 0800-333-6746 in Argentinien oder +54 (11) 4268-7722 vom Ausland aus.

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