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Buenos Aires, Sonntag, den 24. September 2006

Pater Oscar Pezzarini
Pater Oscar Pezzarini

“Lebender Eltern Waisen”

Dies ist ein Ausdruck den ich vor langem hörte, der sich an erster Stelle auf die vielen Kinder und Jugendlichen bezieht deren Eltern zwar nicht verstorben sind, die aber aus verschiedenen Gründen nicht mit ihnen zusammenleben können, und die deshalb jemand nötig haben der gewissermassen diese Stelle “einnimmt”. Aber dann gibt es auch solche die als “Waisenkinder” leben weil sie keine Leitbilder haben, diejenigen die “leer” ins Leben schreiten, die nur ziellos “durchs Leben gehen”. Dies ist nichts anderes als ohne Hoffnung zu leben, und deshalb nehme ich es mir heraus es als “Waisenkinder sein” hinzustellen, denn man blickt rückwärts und sieht, dass es so aussieht als ob es keine Geschichte gäbe, und wenn man vorwärts sieht, dann nur “bis hier”, und so findet man keinen Sinn dafür weswegen oder für wen man lebt.

Dies ist ein Ausdruck den ich vor langem hörte, der sich an erster Stelle auf die vielen Kinder und Jugendlichen bezieht deren Eltern zwar nicht verstorben sind, die aber aus verschiedenen Gründen nicht mit ihnen zusammenleben können, und die deshalb jemand nötig haben der gewissermassen diese Stelle “einnimmt”.

Zum Glück gibt es viele Menschen welche diese Aufgabe erfüllen, und wenn es natürlich auch nicht das Gleiche ist so helfen sie diesen Kindern in ihrem Aufwachsen und ihrer Schulung, die Kinder fühlen sich von Erwachsenen begleitet, was ja die grosse Aufgabe der Eltern ist, “die Kinder in ihrem Aufwachsen zu begleiten”. Derartig entstehen viele Gruppen, Familien die sich damit abgeben diese “fast eigenen Kinder” die niemand haben der sie begleitet vor der Abtrift, vor dem sich-treiben-lassen abhalten, oder Einrichtungen (ein klares Beispiel derer die Felices los Niños Stiftung ist), und viele andere Menschen die durch ihren Beitrag und ihre Widmung diejenigen die helfen begleiten.

Aber dann gibt es auch solche die als “Waisenkinder” leben weil sie keine Leitbilder haben, diejenigen die “leer” ins Leben schreiten, die nur ziellos “durchs Leben gehen”.

Und vielleicht ist heute das schwerste Unterfangen der Schulung und der Erziehung, es zu versuchen den Menschen den wahren Sinn des Lebens verstehen zu lassen, dass es wichtig ist “für etwas” und “für jemand” zu leben.

Es fällt sehr schwer auf so viele Menschen zu treffen die einen merken lassen, dass ihre Leben ohne Blickfeld und ohne Bezug “abtriften”, wie man es bei vielen Jugendlichen sieht die kein Leitbild haben, kein Vorbild auf das sie sich stützen können, jemand der sie hochhält.

Der Weg durchs Leben lohnt sich wegen dem gesetzten Ziel; einfach gehen um zu gehen, leben um zu leben führt zweifellos nicht zum vollen Glück, denn es ist ja bekannt, dass was nur kurz währt unabänderlich grosse Unzufriedenheit bringt.

Dies ist nichts anderes als ohne Hoffnung zu leben, und deshalb nehme ich es mir heraus es als “Waisenkinder sein” hinzustellen, denn man blickt rückwärts und sieht, dass es so aussieht als ob es keine Geschichte gäbe, und wenn man vorwärts sieht, dann nur “bis hier”, und so findet man keinen Sinn dafür weswegen oder für wen man lebt.

Oftmals frage ich mich wie es diese Menschen anstellen um einen Ansporn im Leben zu finden, Menschen, die an nichts glauben, die Gott, dieses Etwas für den es lohnt Schwierigkeiten zu überwinden nicht finden konnten, der einem hilft den Sinn des Lebens zu entdecken um es nicht nur unabänderlich bei dem lassen was man sehen kann, wobei man sieht wie die ganze getane Mühe eines Tages ins Vergessen fällt und ohne Geschichte und ohne Zukunft “nichts beisteuert”.

Ohne Zweifel fällt es vielen schwer “Waise” zu sein, aber es fällt noch viel schwerer es zu sein im Wissen, dass es einen Vater gibt der oft näher steht als man sich vorstellt.

Pater Oscar Pezzarini
Ordensprovinzial des Werks von Don Orione in Argentinien, Paraguay, Uruguay und Mexiko

 

Pater Oscar Pezzarini ladet uns zusammen mit Pater Leonardo Abregú Samstags von 8 bis 12 Uhr morgens (GMT-03:00) in dem von ihm geleiteten Programm "VENTANA A LA VIDA" auf RADIO PROVIDENCIA, 90.3 MHz zur Überlegung ein. Es wirken Einwohner des Cottolengos in Claypole mit (Raúl Romero, María Laura Andrada, Alberto Zoroch, Américo Torres), Produzent ist Roberto Beluzzo und die technische Leitung hat Ignacio Cavalli. Die FM PROVIDENCIA Sendung kann auch direkt hier abgerufen werden.

Pequeño Cottolengo Don Orione
 0800-333-6746 in Argentinien oder +54 (11) 4268-7722 vom Ausland aus.

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