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Buenos Aires, Sonntag, den 29. Oktober 2006

Pater Oscar Pezzarini
Pater Oscar Pezzarini

Nicht einfach vorübergehen

Eine Erzählung im Evangelium hat mich stets geschnappt, nämlich die Heilung des Bartimäus, eines Blinden der am Wegesrand um Almosen bat, und als er hörte, dass Jesus vorbeikam, laut um Hilfe schrie. Zuletzt wirkt Jesus das Wunder durch das Bartimäus wieder sehen kann. Die Scene aber bringt mir manche Betrachtungen wie sie ein jeder aufstellen kann; sehen zu können, welche Rolle wir einnehmen, wenn wir oftmals dieses vorbeigehenden Jesus bedürfen und sogar manchmal “schreihen” damit er uns hört und nicht vorbeigeht, oder wenn wir ein anderes Mal diejenigen sind die anderen helfen, mit dem Herrn zusammenzutreffen, und vielleicht vielmals auch Mittel sind, damit der vorbeigehende Herr auf seine notleidenden Brüder trifft.

Eine Erzählung im Evangelium hat mich stets geschnappt, nämlich die Heilung des Bartimäus, eines Blinden der am Wegesrand um Almosen bat, und als er hörte, dass Jesus vorbeikam, laut um Hilfe schrie. Zuletzt wirkt Jesus das Wunder durch das Bartimäus wieder sehen kann. Die Scene aber bringt mir manche Betrachtungen.

An erster Stelle war dieser Mann sicherlich Tag für Tag am Wegesrand, um Hilfe flehend. Durch seine Ausdauer, durch seine tägliche Anwesenheit war er auch bei dieser, vielleicht einmaligen Gelegenheit anwesend, als Jesus dort vorbei ging, und er war daher imstande die Heilung von seiner Blindheit zu erreichen.

Andererseits sagt das Evangelium, dass die, die um ihn standen, “ihn anfuhren, er solle stillschweigen” damit er Jesus nicht störte, aber er schrie noch lauter. Wenn er nicht darauf beharrt hätte, wenn er gemacht hätte was diejenigen wollten die versuchten ihn zum schweigen zu bringen, dann hätte er sicherlich nicht Jesu Aufmerksamkeit erwirkt, so dass er keine Wohltat erreicht hätte.

Diese Haltungen bringen mich immer auf den Gedanken, wieviel “Wohltaten” von Seiten Gottes wir wohl versäumen weil wir nicht beharrlich genug sind, womöglich weil es uns so schwerfällt jeden Tag das Gleiche zu tun, die gleichen Gebete zu beten, fromme, uns leer vorkommende Bräuche verrichten die uns nicht “ausfüllen”, wir verstehen es nicht am Wegesrand zu “warten”, wo doch jeden Augenblich der Herr durch unser Leben “ziehen” kann. Wir müssen aufmerksam sein, seinen Schritt erkennen können, und wenn nötig, “seine Aufmerksamkeit erregen”.

Wie oft versuchen “Stimmen rund um uns” uns zum schweigen zu bringen, ersuchen uns “ruhig zu bleiben”, dass wir nicht “schreien”, sei es aus Angst, Scham, “Menschenfurcht”, und wir verpassen viele Wohltaten weil wir es nicht vermögen “beständig zu sein”.

Auch kommt mir der Gedanke wie oft wir andere daran hindern sich mit dem Herrn zu vereinen, weil wir am Wegesrand stehen und den Herrn einfach vorbeigehen sehen, und wenn jemand ihn anruft oder versucht sich ihm zu nähern, wir zu Hindernissen werden damit man “nicht stört”, damit man uns nicht aus unserer “Ruhe” bringt, in der wir nur zusehen wie andere vorbeigehn, und das schliesst Jesus ein.

Sicher kann auf Grund dieser Geschichte ein jeder manche Betrachtung aufstellen, und sehen, welche Rolle wir einnehmen, wenn wir oftmals diese vorbeigehenden Jesus bedürfen und sogar manchmal “schreihen” damit er uns hört und nicht vorbeigeht, oder wenn wir ein anderes Mal diejenigen sind die anderen helfen, mit dem Herrn zusammenzutreffen, und vielleicht vielmals auch Mittel sind, damit der vorbeigehende Herr auf seine notleidenden Brüder trifft.

Werden wir nicht zu Hindernissen, unterlassen wir es nicht den Herrn anzurufen damit er uns in unserer Krankheit und in unseren Wunden beisteht, und ganz besonders, gehen wir nicht “vorüber” wenn jemand am Wegesrand darauf wartet, dass Jesus oder jemand anders sich ihm in seinem Namen naht und Hilfe bringt.

Pater Oscar Pezzarini
Ordensprovinzial des Werks von Don Orione in Argentinien, Paraguay, Uruguay und Mexiko

 

Pater Oscar Pezzarini ladet uns zusammen mit Pater Leonardo Abregú Samstags von 8 bis 12 Uhr morgens (GMT-03:00) in dem von ihm geleiteten Programm "VENTANA A LA VIDA" auf RADIO PROVIDENCIA, 90.3 MHz zur Überlegung ein. Es wirken Einwohner des Cottolengos in Claypole mit (Raúl Romero, María Laura Andrada, Alberto Zoroch, Américo Torres), Produzent ist Roberto Beluzzo und die technische Leitung hat Ignacio Cavalli. Die FM PROVIDENCIA Sendung kann auch direkt hier abgerufen werden.

Pequeño Cottolengo Don Orione
 0800-333-6746 in Argentinien oder +54 (11) 4268-7722 vom Ausland aus.

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