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Buenos Aires, Sonntag, den 14. Januar 2007

Pater Oscar Pezzarini
Pater Oscar Pezzarini

Die Ruhe geniessen

Mancher benutzt den Urlaub als ein Mittel um neue Kräfte zu sammeln, um einer Tätigkeit gründlicher nachzugehn als man dies das Jahr über durch das viele Tun möglich ist, z. B. lesen, ein wenig mehr beten, sich mehr um seine Lieben zu kümmern...Unser Sinn der Ruhezeit ist oftmals ein “endlich höre ich auf zu arbeiten”, so dass wir nicht richtig den Augenblick der Ruhe geniessen, weil wir möglicherweise den wahren Sinn der Ruhe nicht gelernt haben, nämlich das, was wir besitzen und getan haben, weiterhin zu lieben und zu geniessen. Nutzen wir unsere Ruhezeit um das was wir getan haben und das was wir haben, die Menschen rund um uns mehr zu geniessen, sei es, dass wir an einen Ort gehen an dem wir die gottgegebene Natur bewundern, oder dass wir zuhause bleiben und mehr Zeit andersartig für die Menschen mit denen wir leben aufwenden können, was wir das Jahr über durch das Tempo in dem wir leben nicht können.

Der Anfang dieses Jahres 2007 ist auch der Beginn der Zeit in der viele Leute ihren Urlaub geniessen, andere können es vielleicht nicht, aber alle ändern irgendwie das Tempo ihrer Tätigkeit. Deshalb nehme ich mir vor eine Betrachtung über diese Zeit, man könnte sagen die Ruhezeit für eine grosse Mehrzahl der Leute, anzustellen.

Mancher benutzt den Urlaub als ein Mittel um neue Kräfte zu sammeln, um einer Tätigkeit gründlicher nachzugehn als man dies das Jahr über durch das viele Tun möglich ist, z. B. lesen, ein wenig mehr beten, sich mehr um seine Lieben zu kümmern...

Die Bibel berichtet in ihrem Anfang, im 1. Buch Mose (Genesis) von der Schöpfung der Welt und des Menschen, und da lesen wir, dass Gott am siebten Tag ruhte. Er schuf die Welt in sechs Tagen, und am siebten ruhte Er. Ich frage mich, wie diese “Ruhe Gottes” wohl war, worin sie bestand.

Oftmals erwarten wir unsere jährliche Ruhepause, oder vielleicht auch den Tag von dem ab dem wir nicht jeden Morgen früh aufstehen müssen um zur Arbeit zu gehn, und “ausruhen” können. Natürlich sehen wir auch viele Leute die diesen Abschnitt schon erreicht haben und die nicht in Dauer-Ruhe, in einer Art “ewigem Mittagsschlaf” leben können. Dann frag ich mich, worin besteht eigentlich ausruhen? Vielleicht kommt der Wunsch nach Ruhe dadurch, dass wir oftmals Arbeiten verrichten müssen die uns nicht gefallen, die wir aber durchführen müssen, die uns aber nicht voll ausfüllen, die wir schlechthin nicht “lieben”.

Deshalb stelle ich mir vor, dass die Ruhe Gottes nach der Schöpfung der Welt, die er durch Seine unermessliche und unendliche Liebe schuf, eine Zeit des “Genusses” all des was er erschaffen hatte, eine Zeit weiterhin das was er getan hatte voll zu “lieben”.

Unser Sinn der Ruhezeit ist oftmals ein “endlich höre ich auf zu arbeiten”, so dass wir nicht richtig den Augenblick der Ruhe geniessen, weil wir möglicherweise den wahren Sinn der Ruhe nicht gelernt haben, nämlich das, was wir besitzen und getan haben, weiterhin zu lieben und zu geniessen.

Wenn Gott am siebten Tag ruhte, dann hat Er nichts anderes getan als weiterhin die von Ihm geschaffene Welt zu lieben und zu bewundern, und Er genoss das, Er liebte sie also weiterhin.

Wenn wir von unserer endgültigen Ruhe, der so genannten “ewigen Ruhe” sprechen, was ist das wohl? Nichts mehr tun? Nein, wir sind dann für immer bei Gott, der LIEBE, und wir werden in und durch diese Liebe für immer leben. Mich dünkt, dass wir dann viel mehr als jetzt lieben werden.

Nutzen wir deshalb unsere Ruhezeit um das was wir getan haben und das was wir haben, die Menschen rund um uns mehr zu geniessen, sei es, dass wir an einen Ort gehen an dem wir die gottgegebene Natur bewundern, oder dass wir zuhause bleiben und mehr Zeit andersartig für die Menschen mit denen wir leben aufwenden können, was wir das Jahr über durch das Tempo in dem wir leben nicht können.

Pater Oscar Pezzarini
Ordensprovinzial des Werks von Don Orione in Argentinien, Paraguay, Uruguay und Mexiko

 

Pater Oscar Pezzarini ladet uns zusammen mit Pater Leonardo Abregú Samstags von 8 bis 12 Uhr morgens (GMT-03:00) in dem von ihm geleiteten Programm "VENTANA A LA VIDA" auf RADIO PROVIDENCIA, 90.3 MHz zur Überlegung ein. Es wirken Einwohner des Cottolengos in Claypole mit (Raúl Romero, María Laura Andrada, Alberto Zoroch, Américo Torres), Produzent ist Roberto Beluzzo und die technische Leitung hat Ignacio Cavalli. Die FM PROVIDENCIA Sendung kann auch direkt hier abgerufen werden.

Pequeño Cottolengo Don Orione
 0800-333-6746 in Argentinien oder +54 (11) 4268-7722 vom Ausland aus.

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