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Leitartikel > Leitartikelarchiv ![]() Buenos Aires, Sonntag, den 21. Januar 2007
Gleichgewicht ist nicht in ModeDie Betrachtung des Verhaltens vieler Menschen hat mich zum nachdenken darüber gebracht worin Gleichgewicht besteht, dass jemand in seinem Verhalten, seinem Denken, seiner Sprache “ausgewogen” ist. Dabei bemerkte ich wie schwer es ist auf diese Art zu leben. Es scheint so als ob das was hervorsticht nur aus Ausschweifungen, extravaganten Gesten, hitzigen Diskussionen besteht, als ob dies alles auffälliger wäre. Es reicht sich die “Idole” anzusehen denen die Jugend folgt, im Normalfall bemerkt man, dass viele von ihnen derartig “agieren” und in ihrem Privatlebem “ruhige und ausgewogene” Menschen sein mögen, dass diese auffällige Art aufzutreten eben nichts als eben das ist: ein “Auftritt”. Was ist wahre Persönlichkeit, wahre Reife? Es sieht so aus als ob man uns aufgezwungen hätte mit Beklommenheit, angespannt zu leben, immer “wie auf dem Pulverfass sitzend”, in der Meinung, dass “Vitalität” gleichbedeutend mit Ausschreitungen, mit einer gewissen “Neurose” ist, als ob dies die wahren “grossen Menschen” wären. Für mich ist wirklich gross wer die Stille liebt, wer unermüdlich arbeitet, wer Geduld hat und warten kann und der nicht in andauerndem “Getöse” lebt.Die Betrachtung des Verhaltens vieler Menschen hat mich zum nachdenken darüber gebracht worin Gleichgewicht besteht, dass jemand in seinem Verhalten, seinem Denken, seiner Sprache “ausgewogen” ist. Dabei bemerkte ich wie schwer es ist auf diese Art zu leben. Es scheint so als ob das was hervorsticht nur aus Ausschweifungen, extravaganten Gesten, hitzigen Diskussionen besteht, als ob dies alles auffälliger wäre. Mehr noch, dies sind die Vorbilder die man uns oft vorsetzt. Man könnte sich fragen und bemerken: Was sind das für “Helden” die man uns vorsetzt? Werfen wir einen Blick auf moderne Literatur, aufs Kino, auf Fernsehserien, auf die mutmasslichen “Helden” die sich in Volksidole wandeln, und in fast allen Fällen finden wir eine Regelmässigkeit: sie führen sich rabiat, gewalttätig, überspannt auf, mit einem Zuviel an Lebenskraft, in sehr wenigen Fällen zeigt sich der “jeweilige Held” als ein ausgewogenes, reifes, psychologisch solides Wesen. Es reicht sich die “Idole” anzusehen denen die Jugend folgt, im Normalfall bemerkt man, dass viele von ihnen derartig “agieren” und in ihrem Privatlebem “ruhige und ausgewogene” Menschen sein mögen, dass diese auffällige Art aufzutreten eben nichts als eben das ist: ein “Auftritt”. Ich frage mich warum es uns so schwer fällt jemand zu folgen und zu bewundern der sozusagen “mässig”, ausgewogen ist, der spricht anstatt zu schreien und der nicht übertrieben gestikuliert. Was mag wohl der Grund dafür sein, dass jemand um bewundert zu werden, um sich durchzusetzen, “extravagant”, “sonderbar” sein muss? Anscheinend kann sich nur durchsetzen wer sich derartig aufführt. Ich denke, dass man vielleicht Gelassenheit mit Teilnahmslosigkeit oder mit Spiessbürgertum verwechselt, während man wirklich auf eine ruhige Art glücklich sein kann, und dass Ausgeglichenheit nicht unbedingt mit einem beklommenen oder einem entmutigten Leben zusammenhängt. Was ist wahre Persönlichkeit, wahre Reife? Es sieht so aus als ob man uns aufgezwungen hätte mit Beklommenheit, angespannt zu leben, immer “wie auf dem Pulverfass sitzend”, in der Meinung, dass “Vitalität” gleichbedeutend mit Ausschreitungen, mit einer gewissen “Neurose” ist, als ob dies die wahren “grossen Menschen” wären. Die Wahrheit ist, dass für mich wirklich gross ist wer die Stille liebt, wer unermüdlich arbeitet, wer Geduld hat und warten kann und der nicht in andauerndem “Getöse” lebt. Gross und ein Idol ist, wer fähig ist ein offenes und für andere verfügbares Herz zu haben, wer es nicht nötig hat “verstört” zu leben, wer stätig und in der Stille arbeitet und sich Mühe gibt Tag für Tag von seinem eigenen Platz aus eine bessere Welt zu bauen. Kurz gesagt, ein wahrlich grosser Mensch ist das Gegenteil dessen, was uns Leute zeigen, die eben den Platz eines “Vorbilds” des heutigen Menschen einnehmen möchten.
Pater Oscar Pezzarini ladet uns zusammen mit Pater Leonardo Abregú Samstags von 8 bis 12 Uhr morgens (GMT-03:00) in dem von ihm geleiteten Programm "VENTANA A LA VIDA" auf RADIO PROVIDENCIA, 90.3 MHz zur Überlegung ein. Es wirken Einwohner des Cottolengos in Claypole mit (Raúl Romero, María Laura Andrada, Alberto Zoroch, Américo Torres), Produzent ist Roberto Beluzzo und die technische Leitung hat Ignacio Cavalli. Die FM PROVIDENCIA Sendung kann auch direkt hier abgerufen werden.
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