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Buenos Aires, Sonntag, den 28. Januar 2007

Pater Oscar Pezzarini
Pater Oscar Pezzarini

Zu leben verstehen

Wenn jemand dieses Thema anschlägt, nämlich zu leben verstehen, was man auch oft “das Leben leben” nennt, verursacht dies bestimmt vielerartliche Reaktionen und verschiedenartige Auslegungen was man darunter versteht: Für viele heisst das Leben zu leben, es auf jede mögliche Art zu geniessen und alles Mögliche auszunützen, denn man sagt “das Leben ist kurz” und es muss gelebt werden. Meine Betrachtung erinnert mich in diesem Fall an etwas, was ich vor schon langer Zeit las, was sich auf uns Menschen bezieht, die sich oft anstatt “damit abgeben, zu leben”, immer darauf achten “besser als andere zu leben”, und dies ist möglicherweise einer der Gründe die uns von der Erreichung des Glücks, oder wenigstens von einem nicht “trübsinnigen” Leben abbringen. Man sehnt sich nach dem was man nicht hat, oder anders gesagt, was der Andere hat oder erreicht hat, denn “das Gras ist auf der anderen Seite immer grüner”, und so wird man das Glück nie finden, man wird nie zu leben verstehen, man wird nie glücklich weil man immer daran denkt was einem fehlt, was oft gerade das ist was der Andere hat, und man bemerkt dabei nicht, dass man das was man besitzt geniessen kann und mit dem man glücklich sein kann. Wahres Glück besteht darin, sich an dem was man hat zu erfreuen und nicht sich mit dem zu quälen was man selbst nicht hat, der Andere aber, und darin, dass man denkt, dass der grösste Reichtum in dem besteht was man besitzt, was man mit Anstrengung erreicht hat, ohne sich mit anderen zu messen, auf diese Art werden wir vom Glück erfüllt werden und werden verstehen, “das Leben zu leben”.

Wenn jemand dieses Thema anschlägt, nämlich zu leben verstehen, was man auch oft “das Leben leben” nennt, verursacht dies bestimmt vielerartliche Reaktionen und verschiedenartige Auslegungen was man darunter versteht: Für viele heisst das Leben zu leben, es auf jede mögliche Art zu geniessen und alles Mögliche auszunützen, denn man sagt “das Leben ist kurz” und es muss gelebt werden.

Meine Betrachtung erinnert mich in diesem Fall an etwas, was ich vor schon langer Zeit las, was sich auf uns Menschen bezieht, die sich oft anstatt “damit abgeben, zu leben”, immer darauf achten “besser als andere zu leben”, und dies ist möglicherweise einer der Gründe die uns von der Erreichung des Glücks, oder wenigstens von einem nicht “trübsinnigen” Leben abbringen.

Im Leben geht es wie im Sport zu, alles ist ein andauernder Wettkampf in dem nur wichtig ist den Anderen zu besiegen, Vorsprung zu haben; wir hängen davon ab, “immer erfolgreich zu sein”.

Beim Sport wird nicht mehr auf gute Arbeit, auf eine gut entwickelte “Taktik”, auf den im Spiel gebotenen Einsatz geachtet, man spricht schon nicht mehr davon, ein gutes, mit Gemeinschaftsgeist gespieltes Match zu spielen, in dem jeder in der Mannschaft seinen Beitrag stellt und sich dadurch gut fühlt, auch dadurch “alles getan zu haben”, sondern es gilt jetzt ob man vor dem Rivalen ins Spiel kam, ob man ihn besiegte, ob man im Ausgang besser steht als der Andere.

Vielleicht hat beim Sport der Gedanke “wichtig ist die Teilnahme” schon seinen Sinn verloren, das Schlechte ist, wenn man dies auch aufs Leben überträgt.

Man hängt davon ab, besser als der Nachbar zu leben, nicht davon, gut zu leben und eigene Erwartungen und Notwendigkeiten zu befriedigen. Nein, man muss mehr als der Andere haben und sein.

Man “beneidet” den Anderen um das was er besitzt, anstatt ernstlich zu geniessen was man selber hat.

Man sehnt sich nach dem was man nicht hat, oder anders gesagt, was der Andere hat oder erreicht hat, denn “das Gras ist auf der anderen Seite immer grüner”, und so wird man das Glück nie finden, man wird nie zu leben verstehen, man wird nie glücklich weil man immer daran denkt was einem fehlt, was oft gerade das ist was der Andere hat, und man bemerkt dabei nicht, dass man das was man besitzt geniessen kann und mit dem man glücklich sein kann.

Ich weiss nicht, ob man wirklich danach strebt glücklich zu sein, oder aber danach, das Glück eher und auf besseren Wegen und mit besserem Ergebnis als die Anderen zu erreichen, in diesem Fall haben wir uns schon in “Wettbewerber” des Lebens umgewandelt, denen nicht so sehr daran liegt das Ziel zu erreichen, sondern besser und schneller als die Anderen zu sein, wenn es aber doch im Leben darum geht und wichtig ist, dass man zu leben versteht indem man allem was man besitzt seinen Wert zuspricht, die eigene Entfaltung erreicht und ans Ziel kommt, wobei es weniger um den Verglaich mit anderen geht.

Wahres Glück besteht darin, sich an dem was man hat zu erfreuen und nicht sich mit dem zu quälen was man selbst nicht hat, der Andere aber, und darin, dass man denkt, dass der grösste Reichtum in dem besteht was man besitzt, was man mit Anstrengung erreicht hat, ohne sich mit anderen zu messen, auf diese Art werden wir vom Glück erfüllt werden und werden verstehen, “das Leben zu leben”.

Pater Oscar Pezzarini
Ordensprovinzial des Werks von Don Orione in Argentinien, Paraguay, Uruguay und Mexiko

 

Pater Oscar Pezzarini ladet uns zusammen mit Pater Leonardo Abregú Samstags von 8 bis 12 Uhr morgens (GMT-03:00) in dem von ihm geleiteten Programm "VENTANA A LA VIDA" auf RADIO PROVIDENCIA, 90.3 MHz zur Überlegung ein. Es wirken Einwohner des Cottolengos in Claypole mit (Raúl Romero, María Laura Andrada, Alberto Zoroch, Américo Torres), Produzent ist Roberto Beluzzo und die technische Leitung hat Ignacio Cavalli. Die FM PROVIDENCIA Sendung kann auch direkt hier abgerufen werden.

Pequeño Cottolengo Don Orione
 0800-333-6746 in Argentinien oder +54 (11) 4268-7722 vom Ausland aus.

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