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Leitartikel > Leitartikelarchiv ![]() Buenos Aires, Sonntag, den 18. März 2007
Man spricht über alles, nur nicht...Wir sind von Worten, Lauten, Meinungen überflutet, aber es fällt uns sehr schwer über wirklich wichtige oder wesentliche Dinge in unserem Leben zu sprechen. Es scheint, dass es uns von Anderen “enfernt” wenn wir zeigen was wir zutiefst fühlen, man sieht uns dann als “komische Käuze” an. Wenn man uns fragt: “bist du katholisch?”, werden wir gewiss Ja sagen, aber “auf meine Art”, “aber ein Heiliger bin ich nicht”, “mehr oder weniger”, und uns wird nicht einfallen zum Beispiel zu sagen, dass wir beten, dass wir im Innersten jeden Tag Gott um Kräfte bitten. Alles kommt oft daher, “den Anderen gleich zu sein”, oder dass man uns in einem gewissen Licht ansieht. Und dasselbe geschieht auch in anderen Ansichten: wir glauben an Liebe, aber nicht allzusehr; an Treue als etwas Wichtiges, aber nur bis dahin; an Arbeit, aber... Sprechen wir auch über tiefsinnige und wichtige Dinge, denn wenn wir nicht mit anderen teilen was wir in Herz und Seele haben, besteht das Risiko, dass wir dort leer bleiben....über das Wesentliche oder das Tiefste in unserem Leben. Es kann bewiesen werden, dass es uns Menschen schwer fällt über die wirklich tiefgründigen und wichtigen Sachen zu sprechen die sich auf unser Leben beziehen. Wir sind von Worten, Lauten, Meinungen überflutet, aber es fällt uns sehr schwer über wirklich wichtige oder wesentliche Dinge in unserem Leben zu sprechen. So geht es auch uns Gläubigen, zum Beispiel sprechen wir nur sehr gelegentlich über Gott. Vieles wird erörtert: Pastorale, Aufbau, äusserliches Verhalten, Methoden, usw., aber schwerlich werden wir uns versammeln um über Gott im Leben eines jeden zu sprechen, und wie wir unser Verhältnis zu Ihm vertiefen. Wir sagen es wären vertrauliche und persönliche Dinge, als ob sie nicht ein Teil unseres Lebens wären sondern etwas sehr geheimes, so sehr, dass wir es sogar unterteilen können: Einerseits Gott an den wir glauben, und andererseits das konkrete Leben. Ich glaube, und wie ich noch viele Menschen, dass dies auch in anderen Bereichen zuträgt. Es kommt sehr selten vor, dass man mit einem Familienvater oder einer Familienmutter spricht und dass dieser oder diese von der Liebe zu ihren Kindern spricht, oder dass sie gewisse Freuden die ihnen diese machen mit anderen teilen. Mit jungen Leuten geschieht das Gleiche, sie teilen kaum mit Anderen ihre tiefgreifenden Leitbilder, eine Lektüre die ihnen wohl tat, oder was wirklich ihr Daseinsgrund ist. Dagegen sind wir imstande “mit allen Einzelheiten” den letzten gesehenen Film mit anderen zu teilen, oder die Arbeit die wir verrichten oder was wir für unseren Ausgang in den nächsten Tagen planen. Das ist sogar der Fall mit uns Priestern, in unseren Vorträgen sprechen wir manchmal von vielem was mit Organisation, mit den heutigen Schwierigkeiten zusammenhängt, aber wir kommen nicht auf das Tiefgreifende in der Beziehung der Menschen zu Gott, zum ewigen Leben und sogar zur Barmherzigkeit Gottes. Wir sind voller Meinungen, voller Worte, aber nicht voll von Dem Wort. Es fällt uns immer schwerer von gewissen Themen zu sprechen, so als ob uns eine Art “Scham” überkäme. Warum geschieht uns dies? Es gibt vielleicht viele mögliche Antworten, aber mich dünkt, dass eine davon mit einer Art “Knechtschaft” zusammenhängt, die uns von dem “was werden sie wohl sagen” abhängig macht. Es scheint, dass es uns von Anderen “enfernt” wenn wir zeigen was wir zutiefst fühlen, man sieht uns dann als “komische Käuze” an. Wenn man uns fragt: “bist du katholisch?”, werden wir gewiss Ja sagen, aber “auf meine Art”, “aber ein Heiliger bin ich nicht”, “mehr oder weniger”, und uns wird nicht einfallen zum Beispiel zu sagen, dass wir beten, dass wir im Innersten jeden Tag Gott um Kräfte bitten. Alles kommt oft daher, “den Anderen gleich zu sein”, oder dass man uns in einem gewissen Licht ansieht. Und dasselbe geschieht auch in anderen Ansichten: wir glauben an Liebe, aber nicht allzusehr; an Treue als etwas Wichtiges, aber nur bis dahin; an Arbeit, aber... Sprechen wir auch über tiefsinnige und wichtige Dinge, denn wenn wir nicht mit anderen teilen was wir in Herz und Seele haben, besteht das Risiko, dass wir dort leer bleiben.
Pater Oscar Pezzarini ladet uns zusammen mit Pater Leonardo Abregú Samstags von 8 bis 12 Uhr morgens (GMT-03:00) in dem von ihm geleiteten Programm "VENTANA A LA VIDA" auf RADIO PROVIDENCIA, 90.3 MHz zur Überlegung ein. Es wirken Einwohner des Cottolengos in Claypole mit (Raúl Romero, María Laura Andrada, Alberto Zoroch, Américo Torres), Produzent ist Roberto Beluzzo und die technische Leitung hat Ignacio Cavalli. Die FM PROVIDENCIA Sendung kann auch direkt hier abgerufen werden.
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