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Über uns > Der soziale Zustand in Argentinien Der heutige Zustand der Sozialsituation in Argentinien ist das Ergebnis von jahrzehntelangen Konjunktur- und Strukturproblemen die immer noch nicht gänzlich gelöst sind, und die sich teilweise verschlimmert haben. Deshalb ist der Dritte Sektor in den letzten Jahren stark gewachsen, da die Gesellschaft versteht, dass die Leistung einer Hilfestellung von Seiten des Staats ungenügend ist, und dass die Erschaffung eines sozialen “Eingliederungssystems” notwendig ist. Die argentinische Gesellschaft hat heute ein grösseres Bewusstsein und eine grössere Teilnahme in Sozialthemen. Solidarisch zu sein heisst “zu geben indem man sich hingibt”. Der vertiefte Wunsch solidarisch zu sein hat seinen Ursprung darin, dass man sieht von welcher Stelle der schon bestehenden Struktur aus man arbeiten kann um das soziale Gefüge und das Gemeingut zu erneuern. Angesichts dieses kritischen Sozialzustandes, der die Bedürftigsten aus dem System ausschliesst, hat der Gründer der Felices los Niños Stiftung diesen Ansatz einer ganzheitlichen Betreuung zur Behandlung einer besondersartigen Problematik erdacht. Eine Problematik der obdachlosen Kinder und der Strassenkinder, die sich später auf Heranwachsende, schwangere Jugendliche und Frauen und Mütter mit Kindern, die alle auf der Strasse leben und/oder arbeiten ausgebreitet hat. Wir zeigen hier einige Indikatoren der argentinischen Sozialwirtschaft, die dem Besucher unserer Website sicherlich eine kurze Übersicht der schlimmen Wirklichkeit geben die gerade diejenigen am stärksten befällt die am wenigsten besitzen. Dies sind gerade die für die wir kämpfen und für die wir Ihrer Unterstützung bedürfen.
Strassenkinder in der Stadt Buenos AiresNach dem vom Sozialentwicklungssekretariat der Stadt Buenos Aires, der Hauptstadt Argentiniens, abhängigen Zentrums zur ganzheitlichen Betreuung von Kindern und Heranwachsenden ist die Zahl der obdachlosen Kinder (d.h. Kinder “in” der Strasse) und Strassenkinder (Kinder “auf” der Strasse) im letzten Jahr um 50% angestiegen. 75% dieser Kinder kommen aus der Umgebung der Stadt Buenos Aires und gehen sporadisch zur Schule, wenn auch nur die Mindestzahl der vom Gesetz vorgeschriebenen Tage. Es handelt sich dabei um funktionelle Analphabeten.
Kennzeichnende Zustände eines Kindes “in” und “auf” der Strasse:
KinderarbeitDie offiziellen Zahlen des Bundesausschusses zur Ausrottung von Kinderarbeit schätzen, dass in Argentinien 22% der Minderjährigen im Alter von zwischen 6 und 14 Jahren arbeiten, das sind 1.500.000 Kinder. Der grösste Teil davon (1.232.800 Kinder) entspricht Minderjährigen aus Wohnsiedlungsgebieten. 75% sind im Alter zwischen 6 und 12 Jahren und 70% geben sich mit Müllsammlung ab, andere säubern Autos oder verkaufen was immer sie können. 40% von ihnen geben die Schule auf weil sie arbeiten müssen. Die ansteigende Armut und die Verschlechterung der Erwachsenenarbeit –oder direkt die Arbeitslosigkeit- sind die Hauptgründe welche die Familien zwingen ihre Kinder zur Arbeit zu schicken, wodurch ihr Recht zur Erziehung verletzt wird. SozialindikatorenEine ausführliche und aktualisierte Untersuchung der argentinischen Sozialindikatoren kann auf der Website des Bundesinstituts für Statistik und statistische Erhebungen (Instituto Nacional de Estadísticas y Censos, INDEC) nachgeschlagen werden. | |||||||
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