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Heime

Wohnheime

Die Wohnheime haben den Schutz und die Rundumbetreuung der in Sozialrisiko befindlichen Kinder und Jugendlichen zum Ziel. Sie folgen aus Gesetz 23.849, UN-Konvention über die Rechte des Kindes, und bemühen sich dessen Durchführung zu garantieren. Der grundlegende Unterschied zu den Tagesstätten ist, dass Wohnheime wenigstens vorübergehend die Rolle einer Familie einnehmen.

Hier wird den Kindern ein Haus angeboten in dem sie leben, lernen, und spielen können und in dem sie unabhängig von ihren einzelnen Problemsituation betreut und geliebt werden können. Es wird ihnen die Gelegenheit gegeben ihren Platz als Kind wiederzuerlangen, den die Mehrzahl von ihnen aus verschiedenen Gründen verloren hat.

Um verstehen zu können weshalb ein Kind in ein Wohnheim eintritt ist es wichtig zu verstehen, dass innerhalb der Felices los Niños Stiftung dies die letzte mögliche Vorgehensweise in Hinsicht auf in Sozialrisiko befindliche Kinder und Jugendlichen ist.

In der Stiftung nehmen wor die Zusammenarbeit mit den Familien der Kinder sehr ernst.
In der Stiftung nehmen wor die Zusammenarbeit mit den Familien der Kinder sehr ernst.

Was nennt man in Sozialrisiko befindliche Kinder?

Es sind Kinder deren Rechte unterschätzt, verkannt, beeinträchtigt sind, und Kinder die durch Tätigkeit oder durch Unterlassung Opfer unterschiedlicher Arten von Misshandlung sind.

  • Körperliche oder emotionale Misshandlung
  • Sexueller Mißbrauch
  • Kinderarbeit
  • Bettelei
  • Pseudoaussetzung
  • Vernachlässigung

Die Stiftung befasst sich mit verschiedenen die Rechte des Kindes fördenden und Risikozustände verhütende Programmen, so zum Beispiel:

  1. Strassenprogramme, in welchen Fachleute versuchen die Kinder aus dem der Strasse eigenen Risiko zu bergen und sie wieder mit ihren Familien zusammenzubringen (sowie dies möglich ist), mit der Schule, oder mit Tagesstätten die als Familienbeistand wirken. Dies ist die Arbeit der Mobilen Arbeitsgruppe San Roque.
  2. Tagesstättenprogramme oder Ganztagsschulen, in welchen mit Behörden und der Gemeinschaft zusammengearbeitet wird um die Rolle der Famile zu stützen und dieserart Risikozustände der Kinder mittels Erziehung, Liebe, und Mässigung zu verhüten.

Es gibt Problemsituationen die derartig kompliziert sinde, dass trotz Erschöpfung aller möglichen Vorgehensweisen die Trennung eines Kindes von seiner Familie, der gerichtliche Eingriff, und die Einweisung in ein Wohnheim unumgänglich werden. Hier werden die Kinder “beschützt” während neue Wege gebaut und abgewägt werden um die Problemsituation anzugehen.

Die Ziele der Arbeit in den Heimen kann in zwei Gebiete unterteilt werden:

Einerseits die zur Entwicklung des Kindes, zu seiner Eingliederung in das Heim und in die dieses beinhaltende Gemeinschaft verrichtete Arbeit, sowie die Entwicklung der verschedenen Gesichtspunkte der Persönlichkeit:

  • Dem Kind helfen einen Platz zu finden in dem es sich vollständig entwickeln kann, also Obdach, Nahrung, Erziehung, Liebe, Gesundheitspflege bekommen kann.
  • Die Entwicklung der Fähigkeiten des Kindes fördern.
  • Förderung einer Familienatmosphäre mittels Durchsetzung des Präventivsystems Don Boscos, in der das Kind sich entwickeln kann.
  • Dem Kind helfen sich in andere Gemeinschafts- und Erziehungseinrichtungen einzufügen um sich ausserhalb des Heims genau wie andere Kinder seines Alters zu betätigen.

Andererseits die Identität des Kindes und seine Beziehung zu seiner biologischen Familie oder zu anderen Erwachsenen die als Vorbild dienen können.

  • Verstärkung der Bindung zwischen im Heim lebenden Geschwistern.
  • Sammlung von Daten zur Nachvollziehung der Identität des Kindes.
  • Förderung der Wiederherstellung von Familienbindungen mit seiner biologischen Familie.
  • Suche nach für die Kinder bedeutungsvollen Erwachsenen die als Vorbild für diejenigen Kinder dienen sollen die nicht mit ihrer biologischen Familie in Verbindung gebracht werden können.

Eingriffsart: Die Kinder befinden sich ständig in Obhut von Erziehern-Betreuern die zusammen mit einem fachübergreifenden Team von Fachleuten der Stiftung sowie anderen zu Gemeinschaftseinrichtungen gehörenden Fachleuten. Eine ständige Beziehung zu den Gerichten wird aufgenommen um einen gemeinsamen Nachlauf der Fälle zu ermöglichen.

Einweisung: Nachdem das Kind eingewiesen wird geht es durch eine Anpassungszeit in der vor allem versucht wird ihm emotionale Mässigung zu geben und es anzutreiben langsam seinen Platz als “Kind” wiederzugewinnen. In anderen Worten, das Kind beginnt seine Grundrechte wie Nahrung, Wohnung, Hygiene, Gesundheitspflege, und Pflege von Seiten der dafür verantwortlichen Erwachsenen.

Aufenthaltslänge in der Einrichtung: Während das Kind sich im Heim befindet werden folgende Schritte unternommen:

  • Eingliederung in de Schulgemeinschaft.
  • Gesundheitsüberwachung, Impfung, Zahnmedizin, und alles was das Kind braucht um “beschützt” zu sein.
  • Eingliederung in Gemeinschaftstätigkeiten, wie städtische Lehrwerkstätten, Sport, usw.
  • Eingliederung in das Pfarreileben des Gebiets, Beginn der Katechese, Kindermissionsgruppen.

Gleichzeitig beginnt die Arbeit der Nachvollziehung der Identität des Kindes und seiner Geschichte:

  • Zuerst versucht man die biologische Familie zu finden, Mutter, Vater, Onkel, Tanten, Grosseltern. Man versucht einen gründlichen Einblick in die Gründe der Einweisung zu bekommen.
  • Man versucht den Ausweis oder die Geburtsurkunde des Kindes zu finden, wenn die Familie sie hat. Wenn nicht werden die nötigen Schritte unternommen.
  • Man schätzt die Möglichkeit einer Wiedervereinigung mit der biologischen Familie, und damit des Austritts aus dem Heim ab.
  • Wenn es sich zeig, dass ein Austritt zu seiner Familie unmöglich ist werden Verwandte gesucht die das Kind in seiner Entwicklung als Vorbild begleiten können (Paten).

Austrittsart:

  • Wenn die Familie gefühlsmassig und wirtschaflich in der Laage ist dem Kind ein Heim zu bieten.
  • Sollte das Gericht entscheiden, dass das Kind in der Lage ist adoptiert zu werden wird es schrittweise mit der adoptierenden Familie zusammengebracht.
  • Wenn keine der bevorstehenden Möglichkeiten eintritt wird für die Zukunft des Kindes ein Erziehungs- und Arbeitsprojekt erstellt.

Für all die die in der Stiftung mit Kindern arbeiten sind die Kinder grundsätzlich die “Gegenwart”, deshalb ist die Tätigkeit an den Wohnheimen eine tägliche Verpflichtung mit jedem Kind, vom Augenblick an an dem es eingewiesen wird bis zu seinem Austritt.

Ein “Heim” ist der Platz in dem es eine Familie findet, ein Frühstück mit frischgebackenem Brot, ein warmes Bett, ein Ort in dem Traurigkeit und Freude geteilt werden, in dem zum erstenmal ein Geburtstag gefeiert wird, in dem man eine Schuluniform anziehen und auf die Weihnacht warten kann...

Lic. María Clara Tucci Ros



Ein Brauch in den Wohnheimen der Felices los Niños Stiftung:
Das "Gute-Nacht-Wort" nach der Art Don Boscos

Heiliger Schutzengel mein, lass mich dir empfohlen sein...
Heiliger Schutzengel mein, lass mich dir empfohlen sein...
Der Heilige Johannes Bosco, der grosse Erzieher der Jugend, hatte eine besondere Gabe um mit anscheinend sehr einfachen Mitteln gute erzieherische Ergebnisse zu erreichen. Eines dieser Mittel waren sein berühmten “Gute-Nacht-Worte”. Es handelt sich um äusserst kurze Ratschläge die Don Bosco seinen Jungen über das christliche Leben oder über das Gemeinschaftsleben im Heim kurz vor dem Schlaf gab. Tausende dieser seiner "Gute-Nacht-Worte" sind erhalten, die er mit grossem pädagogischen Sinn dem Leben der Jungen mit Humor und mit Treffligkeit anpasste.

Don Bosco kannte sich in menschlicher Psychologie sehr gut aus, er wusste, dass an gewissen Augenblicken des Tages das Herz empfänglicher ist. Unter diesen haben der erste und der letzte Augenblick des Tages eine besondere Wichtigkeit. Dies gilt nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Es ist wichtig den Tag mit einem guten Gedanken zu beginnen. Es ist nicht gleich ob man mit schlechten Rundfunknachrichten frühstückt, oder ob man eine positive Idee aufnimmt. Etwas ähnliches geschieht am Ende des Tages, wenn wir den Arbeitstag beenden, das Licht ausmachen und uns in unser Inneres einschliessen. Die vor dem Einschlafen überdachten Gedanken dringen besser ins Herz ein. Deshalb, so sagt man, ist es nicht gut kurz vor dem Schlafengehen fern zu sehen, es ist besser für eine wenn auch kurze Weile zu lesen, und vor allem eine Gewissensprüfung zu machen, und zu beten..

In den salesianischen Zentren und auch in der Felices los Niños Stiftung wird dieser Brauch der "Gute-Nacht-Worte" aufrecht erhalten und den Lebensgegebenheiten angepasst. Warum nicht diesen Augenblick unserem eigenen Heim anpassen? Oftmals hat man keine Zeit sich mit den Kindern abzugeben. Es ist eine gute Lebensschule diesen Augenblick in dem man sich zu Bett legt mit einem guten Gedanken Tag für Tag und Jahr für Jahr auszunützen.



Tagesstätten

Gemäss der öffentlichen Ordnung sind Tagesstätten oder Kinderhäuser zur Mässigung von Kindern im Alter von 6 bis 14 Jahren vorgesehene Orte deren Ziel die Stärkung der Familie mittels Rundumbetreuung des Kindes ist.

Nichtregierungsorganisationen die zum Wohlstand der "notleidendsten Kindern" arbeiten entwickeln Projekte die sich zur Aktion verpflichten und die mit den Überlegungen und Kämpfen verknüpft sinde derer die die Menschenrechte und besonders die Rechte des Kindes rund um die Welt verteidigen. Eine Tagesstätte ist das Ergebnis der Bemühungen eines mit der "Sache der Kinder" engagierten Teams.

Das Projekt fasst die Ziele, die Wechselbeziehungen und die Arbeitsphilosophie in Begriffe, die zusammen einen Arbeitsauftrag ergeben der einige der Grundbedürfnisse mittels Rundumbetreuung des Kindes zu beantworten sucht und die Qualifizierung der persönlichen Beziehungen, der Gefühlsentwicklung und des Familienselbstbewusstseins in Betrag zieht und zur Familienmitwirkung aufruft.

Ein riesiges Lächeln und Friede im Herzen: Die Kinder in Máximo Paz.
Ein riesiges Lächeln und Friede im Herzen: Die Kinder in Máximo Paz.

Die Kinder werden in Stufen von je 20 bis 25 Kinder eingeteilt, nach ihrem Alter und Schulung. Sie besuchen das Heim montags bis freitags ausserhalb der Schulzeit, und den Morgen des Samstags nehmen Lehrwerkstätten ein die alle Stufen vbeider Schichten eingliedern, wobei alle sich nach dem Mittagessen zurückziehen. Während der Woche essen sie in zwei Schichten zu mittag, die Kinder der Morgenschicht frühstücken und die der Nachmittagsschicht nehmen einen Nachmittagsimbiss ein. Die restliche Zeit wird mit vorgesehenen Gruppentätigkeiten ausgefüllt. Das Leitprinzip ist die Erstellung und Erhaltung von Bindungen, zusammen mit der Ausbildung der Kinder. Unter Ausnutzung aller Verständigungsmöglichkeiten wird die Kreativität gefördert damit das Kind es möglich findet für sich etwas neues zu machen.

Die Einrichtung sieht zwei Arbeitsmöglichkeiten voraus: Ein Stützunterrichtsprojekt und ein Projekt für Alternativtätigkeiten.

Stützunterricht. Ein Arbeitsraum in dem verschiedene mit der Schule zusammenhängende Lehrerfahrungen erstellt werden. Zusammen mit den Kindern führen Gruppenführer zwei Arten Tätigkeiten aus:

  • Nachhilfeunterricht: Man versteht unter Nachhilfetätigkeiten die Fortsetzung der Arbeit der Schule, das heisst "die Hausaufgaben machen". Dazu muss auf die Reifungs- und Entwicklungszeit der Kinder Rücksicht genommen werden. Die Tagesstätte ist eine Ergänzung der Schule die versuchen muss den Zusammenhang zu waren den in unserer Meinung die Lehren als Bilder des kindlichen Denkens haben müssen. In der alltäglichen Praxis haben wir allerdings mehrmals eine Zusatzrolle gespielt.
  • Ergänzungstätigkeiten: Sie bestehen in Lehrtätigkeiten welche die Kreativität, den Ausdruck und die Lösung verschiedener Situationen anregen. Lernschwierigkeiten werden als Hindernisse empfunden die diese Tätigkeiten zu bewältigen beitragen.

Deshalb sind zum Lernen von Lesen und Schreiben Ergänzungstätigkeiten wie die Lektüre von Büchern, Zeitungen und Zeitschriften, die Abschrift von Schildern, Gedichten und Rätseln, das Schreiben von Liedern und Scherzfragen gute Mittel um zu erreichen, dass die Kinder sich gut ausdrücken und verstehen was sie lesen, und richtig und ohne Rechtschreibfehler zu schreiben lernen.

Alternativtätigkeiten. Dieses Projekt besteht aus einer Anzahl Tätigkeiten die darauf ausgerichtet sind die Denkfähigkeit, die Kreativität, die Freiheit und das Spiel zu fördern. Die Tätigkeiten müssen Leitbilder zur Erreichung von Zufriedenheit, zur Errichtung des Selbstbewusstseins und zur Verantwortung des eigenen Verhaltens schaffen. Die Kinder werden nicht mit Noten zensiert sondern durch Erreichung von Erfolgen im Zusammenleben: gegenseitige Achtung, Annahme von Unterschieden, Duldsamkeit angesichts eines gewissen Enttäuschungsgrads, wobei es vom Einzelwettbewerb zur Mitarbeit und zur Gruppenverbundenheit geht. Die Regeln einer Tagesstätte dienen zur Bildung, zur Organisation, zum Lernen zu denken und Werte zu bilden.

Gesellige Ausflüge haben mehrere Ziele: Sich mit der Umwelt (Sportplätze, Parke, Spaziergänge udrch die Nachbarschaft) vertraut zu machen, das Selbstbewusstsein zu stärken, den Erlebnishorizont erweitern. Viele Kinder haben den Obelisk noch nie gesehen, weder das Kongressgebäude noch den Zoo, schon gar nicht von einer Theatervorstellung, der Ciudad de los Niños (ein Park mit einer Miniaturstadt) oder Parque de la Costa (ein Rummelplatz mit Achterbahnen und anderen Belustigungen) zu sprechen. Diese Ausflüge werden mit Vereinbarungen über Sciherheitsmassnahmen und vorherigem Meinungsaustausch der Gruppe über das Erlebnis vorbereitet. Nach dem Ausflug teilen die Kinder die Gedanken über das Erlebnis durch Kunstausdrücke, Tanz, Theater, usw. um sie in die Welt des Kindes einzugliedern. Die Ausflüge der Kinder werden mit den Erziehern, Müttern, un dem Hilfsperonal geteilt.

Andere der verrichteten Tätigkeiten sind darauf ausgerichtet Gewohnheiten die sich auf Personal-, Zahn- und Körperhygiene und auf ärztliche Behandlung und Zahnmedizin beziehen zu erlangen. 

Lic. Beatriz Ferreyra


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