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Wir in der Presse

La Nación Tageszeitung, Buenos Aires - 27.01.2007

Armut in Avellaneda, ernste Probleme in der Entwicklung der Kinder

Unterernährung 10 Minuten vom Stadtzentrum Buenos Aires

Stadtverwaltung gibt zu, dass es auf Isla Maciel mehr als 40 durch schlechte Ernährung und Umweltverschmutzung unterernährte Kinder gibt

Elizabeth Campo Piano wohnt in einem 4mx6m Zimmer mit ihren fünf Kindern und ihrer Enkelin; eine ihrer Töchter leidet an chronischer Unterernährung
Elizabeth Campo Piano wohnt in einem 4mx6m Zimmer mit ihren fünf Kindern und ihrer Enkelin; eine ihrer Töchter leidet an chronischer Unterernährung
Noelia, sechs Jahre alt, spielt Ball mit ihrer dreijährigen Schwester Selena. Beide sind gleich gross. "Noelia wächst nicht, einfach weil sie nicht wächst" versucht die Mutter beider, Elizabeth Campo Piano, zu erklären.

Die wissenschaftliche Erklärung ist anders. Noelia leidet unter chronischer Unterernährung, ein Zustand der ihr Wachstum betrifft, und der ihre Lernfähigkeit beeinflussen wird.

Zehn Minuten vom Bankbezirk der Hauptstadt, im als Isla Maciel bekannten Stadtteil, leiden noch andere 40 Kinder die gleiche oder eine andere Art Unterernährung. Dies gestand Oscar Fariña, Gesundheitssekretär der Stadt Avellaneda, zu der dieser Bezirk gehört, der Zeitung LA NACION.

"Die Lernfähigkeit dieser Kinder ist gefährdet, sie haben ein höheres Krankheitsrisiko, und wahrscheinlich ist ihr intellektueller Ertrag niedriger als normal" erklärt Alejandro O Donnell, Direktor des Studienzentrums für Kinderernährung.

Luis Alberto Ferrero, seit neun Jahren Leiter der Notaufnahme des Bezirks, sagt, dass Unterernährung auf der "Insel" mehr als eine einzige Ursache hat. "Der Riachuelo, der Dock Sud Chemiepol und der Zustand der Abwasserleitungen betreffen ernstlich die kindlichen Organismen" sagt Ferrero.

Paola, Nicolás und Marina Salcedo wohnen in einem Haus, das den anderen Häusern des Gebiets ähnelt
Paola, Nicolás und Marina Salcedo wohnen in einem Haus, das den anderen Häusern des Gebiets ähnelt
Im Bezirk Maciel, früher als Isla Maciel bekannt, leben ungefähr sechs- oder siebentausend Menschen auf ca 20 Strassenblöcken. Das einzig nötige um über die Pflasterstrassen der "Insel" zu gehen, ist im Stadtteil La Boca den Riachuelo Fluss zu übersetzen.

In einer dieser Strassen fängt mitten in einem Häuserblock ein Gang an, der zu einem Eisenblech-Haus führt, welches wie die mehrfarbigen Häuser in La Boca angestrichen ist, doch dieses in einem abgetragenen Grau.

In einem Zimmer von ca 4m mal 6m im Obergeschoss welches durch eine unfertige Wand geteilt ist, leben die sieben Menschen aus denen die Campo Piano-Familie besteht: Elizabeth, die Mutter; Maria Paz, die älteste Tochter, auch schon selber Mutter, und vier andere Kinder, unter denen Noelia und Selena noch Ball spielen.

Der jüngste der Jungen ist César, fünf Jahre alt, der einige bereits überwundene Nahrungsprobleme hatte. Wenn jemand in sein Haus kommt grüsst César mit Küssen und fragt sofort "Isst du?"

Andere Faktoren

Zwei Blöcke von dort, auch in einem Obergeschoss wohnt Román González, der mit seinen 11 Jahren noch Gewichtsprobleme hat. "Er wird in der Notaufnahme behandelt. Sein Problem wird nicht durch Mangel an Ernährung verursacht, sondern die Ärzte sagen er hätte Parasiten im Körper" erklärt seine Mutter, Graciela.

"Gesundheitsprobleme beeinflussen die Nahrungsauswertung durch den Organismus" erklärt Liliana Laurenti, Leiterin des Nahrungsdienstes der Stiftung zur Bekämpfung neurologischer Kinderkrankheiten (Fleni).

Zwei Blöcke von den González wohnt Oscar Ramirez, der mit vereinzelten Arbeiten als Schweisser seine vier Kinder und seine Frau unterhält. "Weitere Kosten kamen hinzu als der Arzt uns mitteilte, dass wir wegen Francos Gewichtsproblemen nur Mineralwasser trinken sollten" sagt uns Oscar.

Alle diese Patienten wurden von Fernando Murias, einem Kinderarzt behandelt, der drei Jahren bis Ende Oktober des Jahres 2006 in der Notaufnahme arbeitete. Einige Tage zuvor meldete Murias die Zahl der unterernährten Kinder als 85 und forderte, dass die Regierung etwas in dieser Sache unternehme. "Weil der Stadtbezirk nicht reagierte trat ich zurück, um nicht mitschuldig zu sein" erzählt Murias. Der Kinderarzt versichert, dass die Zahl der unterernährten Kinder heute etwa 100 sein könnte.

Ferrero, der Leiter der Notaufnahme, sagt, dass der Bericht eine Bestandsaufnahme ausgelöst hat. "In der dreimonatigen multidisziplinären Geländearbeit konnten von den 85 nur 41 Fälle bestätigt werden, die jetzt durch das Gesundheitsamt behandelt werden", gab Ferrero an.

Inzwischen besuchte der Abgeordnete für Buenos Aires, Jorge Macri vorige Woche Isla Maciel und meldete mehr als 120 Unterernährungsfälle. "Es ist eine ernste Lage, die Stadt sollte etwas ünternehmen" beklagte Macri sich.

Fariña denkt, dass Macris Zahl übertrieben sei. "Gleichermassen wird in der Notaufnahme eine Nachfolge der Patienten unternommen. Ausserdem wurden zwei provinzielle Unterstützungspläne hinzugefügt, und die Speiseräume des Gebiets werden verstärkert" zählt Fariña auf.

In zweien der Speiseräume des Gebiets sagt man aber, dass die Lage nicht mit der von Fariña beschriebenen übereinstimmt.

"Seit neun Monaten bekommen wir nicht die monatlichen 500 Kilos Rindfleisch, die man uns zukommenlassen sollte. Wir überleben dank Spenden einer Gefrierfleischfabrik und durch das was direkt von der Vereinigung kommt" erzählt Andrea Romero, eine der Verantwortlichen der "Miguel Bru"-Vereinigung, welche jedes Wochenende 80 Kinder aufnimmt.

Mercedes Vañasco war für den "De Vuelta a Casa"-Speiseraum verantwortlich, der jede Woche 250 Menschen ernährte. "Die Unterstützung wurde knapp, wir mussten schliessen" sagt sie.

A. Fernandez Cronenbold

Quelle: La Nación



Infobae - MITTWOCH | Den 8. März 2006

Hunger schlägt noch immer in Corrientes zu: Mädchen stirbt an Hungertod

13-jähriges Mädchen wurde in ernstem Zustand eingeliefert und starb einige Stunden später. Die Mutter der Verstorbenen lieferte das Mädchen im Hospital ein und verliess den Ort. Der Fall wird untersucht

Eine 13-Jährige starb diese Nacht in der Stadt Goya in der Provinz Corrientes infolge fortgeschrittener Entkräftung. Polizeiquellen gemäss versucht diese ihren Wohnort aufzuspüren um die Ursache dieses Zustands ausfindig zu machen.

Das Mádchen wurde am Dienstag morgen ins Kreishospital mit sichtbaren Dekompensationssyptomen eingeliefert und starb etliche Stunden später an Unterernährung im Grade Vier.

Wie der Medizinische Leiter des Hospitals Dr. Javier Churruarín aussagte, nahm das Hospital den ernsten Zustand sofort zur Kenntnis und unternahm alle Mittel um das Kind zu retten, aber alles war umsonst weil ihr Zustand so ernst war.

Der Doktor konnte den Grund für den Gesundheitszustand des Mädchens nicht angeben, und er konnte auch nicht mit der Familie sprechen da die Mutter sofort nach der Einlieferung ihrer Tochter das Hospital verliess.

Die Gesundheitsbehörden und die Polizei wurden sofort unterrichtet, so dass die Polizei versuchte die Familie des Mädchens aufzufinden, aber anscheinend hat die Mutter eine falsche Adresse angegeben da kein Familienmitglied augefunden werden konnte.

Bei der Einlieferung gab die Mutter im Hospital eine ländliche Adresse ohne Einzelheiten in der Nähe von Goya an, so dass es bis jetzt unmöglich war mit der Familie Kontakt aufzunehmen.

Die Behörden sind um den Grund der das Kind in diesen extremen Zustand brachte besorgt und fragen sich ob noch andere Kinder der gleichen Familie gefährdet sind.

FUENTE: INFOBAE.COM)



Ambitoweb.com    Donnerstag, den 20. Oktober 2005, Ausgabe N° 1816

Nachrichten über Argentinien und die Welt


Sparte: Titelblatt

Argentinischer Chaco: 66% der Kinder sind blutarm

Gemäss dem letzten Bericht über Anämie der Dirección Nacional de Salud Materno Infantil Juvenil (die argentinische Behörde für mütterliche, kindliche, und jugendliche Gesundheit) «ist die argentinische Durchschnittsernährung reich an Eisen infolge des hohen Fleischskonsums. Dieser Fleischkonsum kommt für Kinder allerdings zu spät und ist ausserdem knapp, und für viele Frauen kann er infolge des Familieneinkommens niedrig sein». Offizielle Bevölkerungsstudien zeigen, dass in verschiedenen Gebieten des Landes zwischen 22% und 66% der Kinder unter dem Alter von 2 Jahren an Blutarmut leiden, wobei die beunruhigendste Tatsache ist, dass sich dies in den letzten 15 Jahren nicht umgestellt hat. Der Chaco ist eins der durch Unterernährung betroffensten Gebiete, die mehr als 66% der Kindern unter dem Alter von 2 Jahren befällt, während dieses Verhältnis im Gross Buenos Aires 48,3% ist.

Alvino betont, dass die chronische Stockung Argentiniens das Ergebnis des beschädigten Denkvermögens der Bevölkerung ist. «Der größte Reichtum eines Landes ist sein Menschenkapital, und wenn dies beschädigt ist, dann verflüssigt sich die Chance des Wachstums in einer nahegelegenen Zukunft, was sich folglich in mehr Unterentwicklung auswirkt».



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Was unternimmt die Felices los Niños Stiftung dagegen?




Klicken Sie hier um ein neues Fenster mit der Website der Argentinischen Katholischen Informationsagentur (AICA) zu öffnen  Agencia Informativa Católica Argentina - Servicio de Noticias - 02.10.05

Kardinal Bergoglio forderte eine Antwort für die Kindheit


Luján, 2. OKT (AICA): Der Erzbischof von Buenos Aires und Primat von Argentinien, Kardinal Jorge Mario Bergoglio, ermahnte heute zum Bewusstsein, dass “jedes ausgeschlossene, verlassene oder auf der Strasse befindliche Kind mit unzulänglichem Zugriff auf Erziehung und auf Gesundheitschutz der genaue Ausdruck nicht nur einer Ungerechtigkeit ist, sondern auch ein institutioneller Fehlschlag, der seine Familie sowie seine Nachbarn, Nachbarschafteninstitutionen, seine Gemeinde und Machthaber miteinschliesst”.

“Viele dieser Lagen verlangen eine unmittelbare Antwort, aber nicht mit der Unmittelbarkeit eines Feuerwerks. Die Suche nach Antworten und ihre Ausführungen, die keine blosse Pfuscherei sind, darf nicht verursachen, dass wir vergessen eine Änderung von Herz und Gesinnung zu brauchen, die uns dazu bringt das Leben dieser Kinder seit ihrer Empfängnis im Mutterschoss, bis hin zu ihrer Ruhe bei Vater Gott, zu schätzen und zu ehren, und täglich dementsprechend zu handeln”, hob er hervor.

In einem “Brief für die Kindheit”, der den Jugendlichen die nach Luján pilgerten vorgelesen wurde, forderte der wegen seiner Teilnahme in Rom an der Bischofssynode über Eucharistie abwesende Kardinal auf, “in das Herz Gottes einzudringen und zu beginnen auf die Stimme der Schwächsten, der Kinder und der Heranwachsenden zu hören, und uns an die Worte unseres Herrn zu erinnern ‘Seht zu, dass ihr keinen von diesen Kleinen verachtet. Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allzeit das Angesicht meines himmlischen Vaters’ ”.

Die Felices los Niños Stiftung, hier
Die Felices los Niños Stiftung, hier
“Sowohl diese Stimmen als auch das Wort des Herrn sollen uns zur Verpflichtung und zur Handlung rühren: Keine verlassene Kindheit in unserer Stadt; keine ausgeschlossenen Heranwachsende und Jugendliche in unserer Stadt; kein Christ, keine Gemeinde, keine träge oder gleichgültige Behörde angesichts des Kreuzwegs unserer Familien und unserer Kinder; keine Selbstsucht, kein persönliches oder Brancheninteresse das die Bemühung und die Verpflichtung zur notwendigen Einheit und Koordination für die dringende und sofortige Bemühung vermindert”.

Nachdem er “seine Sorge und seinen Kummer über diese Lage” erkLärte, bat Kardinal Bergoglio darum, dass auf dem Weg zur Erzbistumstagung “sich unsere Augen nicht an diese neue städtische Landschaft gewöhnen, deren Hauptdarsteller die Kinder sind”.

“Ich bitte Sie -widerholte er- dieser schmerzhaften Wirklichkeit unsere Herzen zu öffnen. Die Herodes unserer Zeit haben viele verschiedene Gesichter, aber die Wirklichkeit ist die gleiche: Man tötet Kinder, man tötet ihr Lächeln, man tötet die Hoffnung. Sie sind Kanonenfutter. Sehen wir die Kinder unserer Stadt mit erneuten Augen an, und fürchten wir nicht zu weinen. Sehen wir auf die Gottesmutter und sagen wir zu ihr aus der Klage unseres Herzens: “Mutter, hilf uns das Leben zu schützen”.

Anhang


Zusammen mit seinem Brief verteilte Kardinal Bergoglio einen “Anhang” mit der Arbeit die er zusammen mit dem Erzbistümlichen Kindervikariat, dem Ausschuss für gefährdete Kindheit und Jugend, und einigen bonaerenser Richtern und Gesetzgebern verrichtet, in dem er versichert, dass “die staatliche Tätigkeit sich nicht auf eine Gesetzesreform in Sachen Kindheit, die sich dem Abkommen über Kinderrechte anpasst beschränken darf, sondern dass mittels einer 'überwachten Leitung' der öffentlichen Taktiken die dazu dienen sollen, die verletzten Rechte (unerfüllte Notwendigkeiten) wiederherzustellen, darauf Nachdruck gelegt werden muss, dass dieses Abkommen effektiv eingehalten wird.

“Es geht nicht darum, neue Gesetze zu wählen -warnte er- sondern sie durch eine effektive Betreibung in einem Rahmen der Neuverteilung der Güter und der Schaffung von Arbeitsplätzen einzuhalten”.

Er fand es auch nötig “Programme zur Förderung des Schulzugangs und der andauernden Schulpflicht zu entwickeln, in denen Lehrer, Familien, und die Kinder selbst sich verpflichten”; und “schnell eine Staatspolitik zur Entwicklung der mittellosen Familien einzuführen”.

Der Erzbischof bat alle Machthaber welche die Stadt Buenos Aires lenken, wie auch die der Opposition, “einen Plan zur Abschaffung jeder Art Kinderarbeit und aller anderen Arten Ausbeutung der Kinder zu erstellen”, und “dringend” Taktiken für die öffentliche Erziehung zu vereinbaren, so dass “die Lehrer ein ihren Notwendigkeiten entsprechendes Gehalt beziehen können, auf dass sie sich gänzlich dem Unterricht, der Erziehung, und der Motivation der Minderjährigen widmen können, damit diese zur Entdeckung der wesentlichen Werte des Lebens angeregt werden”.

“Dieserart wird die Lehrtätigkeit wieder die für ihr Dasein wesentlichen Grundsätze wiederfinden können”, hob er hervor.

Der Kardinal forderte ausserdem, “dass schnell ein systematisierter Plan zur medizinischen Fürsorge der mittellosesten Familien eingesetzt wird, damit die Kinder seit ihrer Empfängnis im Mutterschoss ärztlichen Beistand haben, und dies so bleibt während sie wachsen und sich entwickeln”.

“Eine Gesellschat die auf sich hält kann nicht diejenigen Werte verkennen, die zur vollen Erfüllung des Menschen in seiner ganzen Entwicklung dienen. Unter diesen Werten muss das religiöse Ausmass hervorgehoben werden. Der Mensch ist Gottes Abbild und zur Gemeinschaft mit Ihm berufen”

Letztlich versicherte Kardinal Bergoglio, dass “die bis heute eingesetzten Taktiken schwere Schäden für beide Enden des Lebens hervorgerufen haben, nämlich an den wehrlosesten Menschen der Gesellschaft, den Kindern und Greisen”, und er forderte “die Erfüllung dieser Schulden nicht in die Zukunft aufzuschieben, die Zeit ist heute oder nie”.



Infobae - 07.09.2005

Alle drei Sekunden stirbt ein armes Kind auf der Welt

Stündlich sterben 1200 Kinder als Folge der Mittellosigkeit. Die UNO bittet die Regierungen Massnahmen zu ergreifen um dieses Problem anzugehen.

Gemäss dem UN-Jahresbericht über menschliche Entwicklung stirbt ein armes Kind alle drei Sekunden irgendwo auf dem Planeten. Das bedeutet, dass stündlich 1200 Kinder ihr Leben infolge Mittellosigkeit verlieren.

Kevin Watkins, Leiter dieser Forschung, hob hervor wie wichtig es ist, dass Regierungen auf der ganzen Welt sofortige Massnahmen treffen um diesen Trend aufzuhalten.

Ausserdem könnten im nächsten Jahr die Kindersterblichkeitsraten ansteigen, und 41 Mio Kinder könnten in Lebensgefahr kommen, wenn das Ziel, die Kindersterblichkeit zu senken nicht erreicht wird.

Nach dem UN-Bericht haben 50 Länder einen Rückgang in Sachen menschliche Entwicklung festgestellt. Diese Wirklichkeit hat zur Folge, dass die Milleniumsziele der internationalen Organisation sehr weit von ihrer Erfüllung stehen.

Die Studie hebt als negativen Faktor die wachsende Ungleichheit in Lateinamerika hervor.

Um von den südamerikanischen Ländern eingeholt werden zu können, müssten die Industrieländer in ihrem Wachstum bis zum Jahr 2177 aufhalten, erst dann wären sie mit ihnen gleichgestellt, sagte die BBC Welt.

Quelle: Infobae.com

Human Development Report 2005



INFOBAE.COM - 21/08/05

Hunger und der Tod eines Kindes

Kleinkind starb an Unterernährung auf dem Weg zum Hospital

Seine Mutter brachte es per Bus von Formosa nach Buenos Aires, aber in Campana wurde bemerkt, dass es verstorben war. Mit 11 Monaten wog es kaum drei Kilos.

Ein 11-monatiges Kind das an chronischer Unterernährung litt, starb heute auf dem Bus in dem seine Mutter es von Formosa zur Bundeshauptstadt Buenos Aires zur ärztlichen Betreuung brachte, berichteten Gerichtsquellen des Bezirks Campana in der Provinz Buenos Aires, wo der Tod festgestellt wurde.

Das Kleinkind, dessen Personalien als Fabricio Cisneros festgestellt wurden, war auf dem Weg zur ärztlichen Betreuung im Juan Garrahan Kinderhospital, sagte Staatsanwalt Juan José Maraggi, Leiter der Unidad Funcional de Investigaciones (UFI) 2 des Gebiets Zárate-Campana die den Fall untersucht, der Nachrichtenagentur Telam.

Das Kind wurde seit dem Alter von drei Monaten im Madre y Niño Hospital der Hauptstadt der Provinz Formosa betreut, wo man Unterernährung und Reifungsverzögerung diagnostizierte.

Seine Mutter, die 27-jährige Valeria Alejandra Barreiro, Mutter von noch anderen vier Kindern, lebt in wilder Ehe mit dem Vater des Kindes im Stadtteil Antenor Gauna der Stadt Formosa.

Die Ärzte in Formosa rieten ihr das Kind im Garrahan Hospital in Buenos Aires untersuchen zu lassen, und die Frau wartete auf die Beendigung des Personalstreiks in diesem Gesundheitszentrum, wehalb sie gestern um 5 Uhr nachmittags mit dem Kind nach der Bundeshauptstadt abfuhr, äusserte Staatsanwalt Maraggi.

Mutter und Kind fuhren in einem Bus der Firma Pulqui, und als der Bus zu seinen Halt in der Stadt Campana kam, war das Kind bewegungslos und die Mutter konnte es nicht wecken, worauf ein Arzt der im selben Bus reiste es untersuchte, und bemerkte, dass das Kind gestorben war.

Der Leichnam wurde ins Städtische Hospital Campana überführt, wo eine Ärztin feststellte, dass das Kind unterernährt war und ein Gewicht von drei Kilogramm vorwies, gegen ein Normalgewicht für dieses Alter von neun oder zehn Kilos.

Der Staatsanwalt wies darauf, dass nach dem ärztlichen Befund das Kind nur einen der vier Zähne hatte die es im Alter von 11 Monaten gehabt haben müsste, und dass die Unterernährung chronisch war.

Gemäss der Obduktion überkam der Tod auf Grund einer akuten Herzerkrankung, und das Kind hatte einen leeren Magen, in seinen Därmen war ein schon alter Brei, und die zur Verdauung dienenden Darmzotten konnten überhaupt nicht beobachtet werden, weil sie aus Nichtgebrauch verkümmert waren.

Maraggi wies darauf hin, dass die Untersuchung auf Formosa erweitert werden wird um die Verantwortung für diesen Tod durch Kenntnisnahme der Krankengeschichte und der Lebensweise des Kindes festzustellen, wenn auch die Mutter aussagte, dass sie es öfter im Hospital und in Erste-Hilfe-Stellen behandeln liess.

Quelle: INFOBAE.COM)



La Nación, Buenos Aires, 09.05.2005 - Allgemeiner Informationsabschnitt

Ein scheinbar unaufhaltsamer Vorgang. Überraschende Daten von UNICEF und dem argentinischen Arbeitsministeriums

1 500 000 argentinische Kinder arbeiten

In den letzten sieben Jahren hat sich die Anzahl der Kinder die im Alter von 15 oder weniger Jahren arbeiten um überleben zu können, versechsfacht

  • Allein auf den Strassen der Stadt Buenos Aires gibt es 3 500
  • Fast eine Hälfte von ihnen bettelt, eine der Arten von städtischer Kinderarbeit
  • Es werden vereinte Strategien verlangt

Seitdem im Jahr 1998 schätzungsweise etwa 250 000 Kinder arbeiteten, ist das Wachstum dieser Zahl exponential und unaufhaltsam gewesen. Heute erreicht nach Schätzungen von UNICEF und der Bundesausschuss zu Ausrottung von Kinderarbeit (CONAETI) die Anzahl der arbeitenden Kinder 1,5 Mio Minderjährige im Alter von 15 Jahren oder darunter. Dies ist eine Zunahme von etwa 600 Prozent in sieben Jahren.

Allein auf den Strassen der Stadt Buenos Aires gibt es ca. 3 500 Kinder. Etwa die Hälfte, 49%, verbringt die Zeit mit betteln, eine der Arten städtischer Kinderarbeit.

Fast 50% der Kinder auf den Strassen von Buenos Aires befinden sich im Alter zwischen 10 und 15 Jahren, es sind mehr Jungen als Mädchen (56% gegen 44%). Sie gehen zur Arbeit, und begeben sich in Situationen die geistige und körperliche Gesundheit gefährden, sie nehmen Verantwortungen auf sich wie Erwachsene, sie geben die Schule auf, und verlieren folglich eine Chance des Entkommens aus der Armut, die sie auf die Strasse stößt. Ein Ding führt zum anderem, der entstehende Kreis ist immer schwerer zu durchschneiden und die Fachleute stimmen überein, dass ihre eigenen Kinder die Geschichte wiederholen werden.

Tatsächlich gehen etwa 40 Prozent dieser Kindern nicht mehr zu Schule, und die gleiche Zahl geht nach einer Untersuchung des städtischen Rates für Kinder und Jugendliche nur sporadisch zu Schule. "Sie fallen nach und nach aus. Eines Tages gehen sie nicht zur Schule, dann einmal noch an einem anderen Tag, und dann nochmal, bis sie endlich die Schule aufgeben -so José Manuel Grima, Koordinator des Programms für die Ausrottung von Kinderarbeit des Stadtrates-. Viele von ihnen haben kein Geld um nachhause zu fahren, sie bleiben zum schlafen in der Stadt, und nach und nach fallen sie aus der Schule". 31% davon schlafen auf der Strasse.

Die grosse Mehrzahl von ihnen möchte zurück, die Schule ist für sie ein Bezugsort, ein Ort der Eindämmung, in dem sie ihre Freunde treffen. Aber sie können nicht zurück auf die Schule weil sie mit ihren Eltern gehen müssen, da diese niemand haben mit denen sie die Kinder lassen können, oder sie müssen Geld ergattern um ihren Eltern zu helfen. Etwa 95 Prozent von ihnen leben in den Vororten im Gross Buenos Aires, obwohl sie in der Stadt (hauptsächlich im Stadtzentrum, und in den Stadtteilen Pompeya, Palermo und Constitución) arbeiten. Sie sind sich bewusst, dass sie in ihren eigenen Gebieten keinen Erfolg hätten, dass Geldmittel in Buenos Aires gesucht werden müssen.

Wofür geben sie das erhaltene Geld aus? 80,5 Prozent werden für Nahrung ausgegeben, für Baumaterial um ihre Wohnungen zu verbessern, und für Schulutensilien. Der Rest wird für Medizinen, Unterhaltung, Alkohol und Drogen ausgegeben (hauptsächlich Klebstoff und pasta base, d. h. unverarbeitetes Kokain), und zur Unterstützung eines Familienbetriebs, für Reisekosten, Zigaretten und Windeln, in dieser Reihenfolge.

Leidtragende

Kinderarbeit ist an sich kein Verbrechen, aber man ist heute der Meinung, dass ein arbeitendes Kind ein Leidtragender ist, dem staatlich geholfen werden soll. Kinderarbeit wandelt sich in eine Straftat wenn Kinder ausgebeutet oder zu Knechtschaft gezwungen werden, erklärte María Elena Naddeo, Vorsitzende des städtischen Rates für Kinder und Jugendliche der Stadt Buenos Aires.

Die Wirtschaftskrise, die zu einem Bruch und in den letzten Jahren zu einer Beschleunigung der Verarmung geführt hat, hatte zu Folge, dass viele sich an den Anblick von arbeitenden Kindern gewöhnt haben -so warnt María Eugenia Vidal des Grupo Sophia-, womit das Risiko eingegangen wird, dies als einen Teil der neuen sozialen Wirklichkeit anzusehn.

Wie schon oben erwähnt, ist Ausbeutung oder Zwang zur Knechtschaft ein Verbrechen. Aber es ist ein Verbrechen, das schwer beweisbar ist sagt Naddeo: "Man muss zeigen, dass Kinder manipuliert werden u einen Gewinn zu erhalten. Letztes Jahr hatten wir den Fall von einer Gruppe kleiner Schwestern, die in Constitución gearbeitet haben, die von ihren Eltern ausgeschickt wurden um zu arbeiten, und wenn sie es nicht taten, von ihnen geschlagen wurden. Dies unterliegt Strafverfolgung. Anders ist der Fall der Kinder die zu Hause helfen weil sie in äusserster Armut leben und keinen anderen Ausweg haben. In diesem Fall müssen wir der ganzen Familie helfen damit diese Kinder aus der Strasse und wieder zur Schule gehen".

Auf diese Weise ist es schwer die Grenzen und den Umfang der Kinderarbeit zu definieren, umso mehr in einem Land, in dem gemäss der Daten des INDEC, der Bundesbehörde für Volkszählungen und Statistik, 63,4% der Kindern in armen Heimen leben. Denn die Armut, der Mangel an Gelegenheiten und die Arbeitslosigkeit sind für die Anwesenheit der Kinder auf der Strasse verantwortlich. Manchmal werden sie auch zu Hause eingesperrt um eine schwer messbare Hausarbeit zu verrichten. Gar nicht von Bergbautätigkeiten oder Landarbeit zu sprechen, die zu einem ausserordentlichen körperlichen Verschleiss führen.

Die im Jahr 2000 im Rahmen des Arbeitsministeriums geschaffene CONAETI definiert Kinderarbeit als "alle Tätigkeiten bzw. Strategien des Überlebens, seien sie bezahlt oder nicht, die durch Kinder unter dem gesetzlichen Mindestalter für Anstellung (14 Jahre) ausgeführt werden. Sichtbare, unsichtbare oder versteckte Strategien oder Tätigkeiten, bei denen der Gewinn entweder für die Kinder selber, für den Unterhalt der Familiengrupps, oder für die Aneignung durch ausbeutende Dritte bestimmt ist".

Wenn ein Kind arbeiten muss, so hat dies Folgen, die im Erwachsenenalter schwer rückgängig gemacht werden können. "Das Recht des Kindes auf Erziehung wird verletzt. Viele Kinder führen ungesunde Arbeit aus, und da sie so früh in den Arbeitsmarkt einsteigen erlangen sie die Verantwortungen einer älteren Person. Sie sind Einnahmequellen für ihre Heime, mit dem hierdurch entstehenden Druck. Einige Arbeitsarten, wie zum Beispiel hausieren, gefährden sie in einer ihrem Alter nicht entsprechenden Art", sagt Vidal.

Mangel an Bewusstsein

Die ärmsten Bevölkerungsgruppen sind diejenigen die am wenigsten Bewusstsein der Ernsthaftigkeit dieser Lage haben. Dies zeigt eine Untersuchung der Universidad de Tres de Febrero, in der 4 000 Personen befragt wurden, von denen 56,4% der Meinung waren, dass das Problem sehr wichtig ist; 34,1%, dass es ziemlich wichtig ist; 5,7% sprachen ihm wenig Wichtigkeit zu; 2%, meinten, dass es überhaupt nicht wichtig wäre, und 1,8% lehnten eine Antwort ab. Die meisten derer, die angaben, dass Kinderarbeit nur bedingt wichtig ist, gehören niederen Ständen an.

Wie oben erwähnt, ist Betteln die Haupttätigkeit der Kinder die auf den Strassen von Buenos Aires sind. Etwa 14% führen Jonglierakte oder andersartige künstlerische Tátigkeiten aus, um um einen Beitrag zu bitten. 11% arbeiten als "cartoneros" (Leute deren Beschäftigung es ist von den städtischen Einwohnern und Geschäften weggeworfenes Papier und Pappe für den nachherigen Wiederverkauf zu sammeln), oftmals mit ihren Eltern zusammen. 4% hausieren in Schenken oder Kaffeestuben, öffentlichen Verkehrsmitteln, oder verkaufen Waren auf der Strasse, und andere 4% helfen einem Erwachsenen. 3% sorgen für andere Kinder, gewöhnlich ihre kleinen Geschwister, und 2% arbeiten als Parkwächter. 1% gab an einen Handel zu erlernen, und ein anderes 1% gab an Drogen zu verkaufen. "Sie sind keine Drogenhändler -erklärte Grima-, sie verlassen ihre Slums, aus denen sie Klebstoff und unverarbeitetes Kokain bringen, und verkaufen das unter sich."

Elena Duro von UNICEF glaubt, dass vereinzelte Programme diese Lage nicht umstellen können, sondern dass vereinte Strategien notwendig sind.

"Es gibt in unserem Land noch keine offizielle Strategie zur Ausrottung von Kinderarbeit, aber in diesem Feld gab es grosse Fortschritte, so dass ich glaube, dass es in einer nahen Zukunft dazu kommen wird. Mehrere Untersuchungen wurden vollendet wobei wir mit dem Abeitsministerium zusammengearbeitet haben, jetzt fahlt der Entwurf einer Strategie welche die gemeinschaftliche Arbeit auf den Gebieten Gesundheit, Erziehung, Soziale Entwicklung und Arbeit, die ausserdem die nichtstaatlichen Organisationen einschliesst", sagte sie.

Marta Garcia Terán
Von der Redaktion LA NACION

Die andere Seite verfrühter Sklaverei

Tausende von Kindern, die in Armut gefallen sind oder in ihr geboren wurden gehen bei Anbruch der Dunkelheit im Stadtzentrum von Buenos Aires auf die Strasse um überleben zu können. Sie sind eine kurzgewachsene Armee die Tag für Tag Dinge erlebt vondenen andere Kinder in ihrem Alter noch nie gehört haben: sie wischen Windschutzscheiben an Strassenecken, sie jonglieren barfüssig an Verkehrsampeln, sie bitten an der Tür der Restaurants um Geld, oder sie durchwühlen Müll auf der Suche nach Nahrung. Ein Leben voller Anforderungen und Verzicht, das viele zu den billigsten und zerstörerischten Drogen führt wie z. B. Klebstoff, andere führt es zur Prostitution.



ZENIT - Die Welt von Rom aus gesehen

Weltweit 300 000 Kindersoldaten im Einsatz

Eine Tragödie, die Johannes Paul II. scharf verurteilt

ROM, 24. November 2004 (ZENIT.org).- Mindestens 300.000 Kinder werden derzeit in rund 21 bewaffneten Konflikten weltweit als so genannte "Kindersoldaten" (Kinder zwischen 9 und 17 Jahren, die militärisch ausgebildet und in den Kampf geschickt werden) benutzt und ihrer Kindheit beraubt. Das geht aus dem Weltreport 2004 (Weltreport 2004) der "Coalition to Stop the Use of Child Soldiers" (Koalition gegen den Einsatz von Kindersoldaten) hervor. Sie hat die aktuellsten Daten der Weltöffentlichkeit Mitte November in London vorgestellt. Trauriges Ergebnis: Fortschritte in der Abschaffung des traurigen Phänomens sind kaum zu verzeichnen.

Johannes Paul II. ist ein großer Gegner davon, Kinder als Soldaten zu missbrauchen. Zuletzt hat er das in seiner Botschaft zur Fastenzeit 2004 klargemacht. Denn diese Kinder würden durch die Gewalttätigkeiten der Erwachsenen "tief verwundet" werden und müssten ihr ganzes Leben lang die Folgen mit sich herumtragen.


Hauptverantwortlich für den Einsatz von Kindersoldaten sind sowohl regierungsfeindliche als auch -treue bewaffnete Einheiten. In manchen Fällen werden sie, so zum Beispiel in Israel, als Spione eingesetzt. In Angola und Sierra Leone sind sie dazu verpflichtet, gewaltsam gegen ihre Zeitgenossen vorzugehen. In wenigen entwickelten Ländern, in denen kriegerische Konflikte in der Regel 10 bis 15 Jahre andauern, dienen sie als lebendige Schutzschilder. Nach Berichten der italienischen Zeitung "Avvenire" werden Kinder mancherorts sogar aus Rache zu Soldaten gemacht, um politische Gegner, etwa deren Eltern oder Angehörige, für ihre Opposition zu bestrafen.

Rund ein Drittel der geschätzten 300 000 Kindersoldaten kommen laut Weltreport in den afrikanischen Ländern zum Einsatz, vor allem in der Elfenbeinküste, im Sudan, im Kongo, in Uganda und in Zimbabwe. Weitere Kriegsschauplätze mit Kindersoldaten sind der Irak, Israel und Palästina sowie Indien, Burma, Sri Lanka und Indonesien. Auch in Tschetschenien und Kolumbien sind Kindersoldaten nichts Unbekanntes. In Afghanistan, Angola und Sierra Leone sind seit Einstellung der Kriegshandlungen weniger Kindersoldaten im Einsatz.

Der Weltreport kritisiert auch um die 60 Regierungen – darunter Deutschland, England, Australien und Holland –, die Kinder in Militärakademien ausbilden lassen, ohne sie in den Krieg zu schicken. In Russland seien solche Akademien erst vor kurzem, unter Präsident Putin, wieder eröffnet worden.

Der USA wird vorgeworfen, jährlich über 100 000 siebzehnjährige Jungen in ihre Streitkräfte aufzunehmen. In den Jahren 2003 und 2004 waren 53 von ihnen im Irak, 5 in Afghanistan und 2 in Kuwait.

Die "Koalition gegen den Einsatz von Kindersoldaten" appelliert an alle Regierungen, die Rekrutierung von Minderjährigen unter 18 Jahren zu verbieten und die Kinderrechte auch im Kriegsfall zu wahren.

Weiterführende Informationen unter (Child Soldiers) und (Kindersoldaten).



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Neue Leitung im San José Obrero Schulheim

Buenos Aires, 21. SEP (AICA): Die Felices los Niños Stiftung empfing am vergangenen 14. September eine neue Ordensgemeinschaft die das San José Obrero Schulheim im Stadtteil Chacarita in der Stadt Buenos Aires übernahm, die -mit dem Einverständnis des Erzbischofs von Buenos Aires, Kardinal Jorge Bergoglio- kommt um “ihren Dienst und ihren Gebetsgeist für die Ärmsten unter den armen Kindern hinzugeben”.

Die Schwestern wurden an diesem Tag von den Kindern des Virgen Niña Heims, des Madre Maravillas de Jesús Kindergartens, der Santa Teresa de los Andes Schule und vom Personal des Contact Center begrüsst, das auf dem gleichen Grundstück die Spendenaktion der Stiftung betreibt. All diese Werke sind in Charlone 753 in der Stadt Buenos Aires beheimatet.

Die Schwestern wurden von der Leitung der Felices los Niños Stiftung willkommen geheissen: Von der Vorsitzenden, Schwester Auxilia Smiderle, von der Ordensgemeinschaft der Armen Töchter Sankt Gaëtans; von der Vizepräsidentin, Schwester María Elena Ferracuti, von den Schwestern Sankt Annas; vom Gebietspfarrer, Pater Gabriel Marronetti; von den Salesianerinnen vom Heiligen Herzen Jesu, die im Hauptsitz in Hurlingham arbeiten, von der Koordinatorin des Schulheims, Yolanda Casal; von der Schulleiterin, Laura Ruiz, und vom Gründer von Felices los Niños, Pater Julio César Grassi.

Nach ihrer Ankunft besuchten sie das Werk und teilten die Eucharistie mit den Kindern und mit dem Personal der Einrichtung. Nach dem Mittagessen empfingen sie den telefonischen Gruss des Kardinals Bergoglio, der sich über die Ankunft der Schwestern erfreute und ihnen ein glückliches Apostolat wünschte.

Die Ordensgemeinschaft von Martha und Maria wurde 1979 von Monsignor Miguel Angel García Aráuz, dem ersten Bischof von Jalapa, in Guatemala, und von Mutter Angela Eugenia Silva Sánchez gegründet, die heute Generaloberin ist und die am Freitag, den 17. September das Schulheim besuchte. Ihr Charisma ist "Liebe, Respekt, und besondere Hingabe an Jesus im Altarssakrament und an die Gottesmutter". Der Name Martha und Maria erinnert an diese Heiligen und beabsichtigt sie “im grosszügigen und selbstlosen Dienst an ihren Brüdern und in der grossen Liebe zu ihrem Göttlichen Meister” nachzuahmen.

Zur Zeit zählt diese Ordensgemeinschaft mit mehr als 300 Schwestern in Guatemala, Spanien, Venezuela, Argentinien und Italien. In ihrem Beispiel an Gebet und Betrachtung vereinen sie apostolischen Eifer, Geschäftigkeit, und Dienst, wie auch Innigkeit mit Jesus in der Betrachtung durch das Gebet.



Klicken Sie hier um ein neues Fenster mit der Website der Argentinischen Katholischen Informationsagentur (AICA) zu öffnenAgencia Informativa Católica Argentina (AICA) - 02/04/04 - Servicio Nacional

Kreuzweg in der Felices Felices los Niños Stiftung

Buenos Aires, den 2. April (AICA): Am Gründonnerstag, den 8. April, wird in der Don Bosco Kinderstadt, Gorriti 3530, Hurlingham, um 19 Uhr in der Luis Sandrini Theaterschule der Felices los Niños Stiftung ein lebendiger Kreuzweg veranstaltet. Bei Regen wird er auf Karfreitag zur gleichen Zeit verlegt.

Die Theaterschule wird von Derlis Beccaglia geleitet, der zu dieser Aufführung die Produktionshilfe von Lucas Echeverría, dem Koordinator der Kunstabteilung der Stiftung erhielt. Etwa 50 von der Stiftung betreute Kinder (die in ihren Heimen wohnen oder von ihr Schulung erhalten) werden die Leidensstationen Jesu Christi inszenieren.

Auch war der Beitrag Edgardo Mancinis, des Leiters der Mittelschule der in Hurlingham betriebenen Stiftung wertvoll, der die Stundenpläne derartig anordnete, dass die Kinder täglich proben konnten ohne ihre Schulanwesenheit zu stören. Die Vorbereitungsarbeiten dauerten viele Monate, mit dem von Beccaglia geschriebenen Script beginnend.

Die Schilderung (in der Stimme des Ansagers Luis Albornoz), die Dialoge und der Soundtrack wurden im Studio von Radio Belgrano aufgenommen, wozu die Station freundlichst ihre Anlagen zur Verfügung stellte. Für den Kostümentwurf und die Requisiten war die Erzieherin der Stiftung Cecilia Maristani verantwortlich, und in der Herstellung der Kostüme und in Wartungsarbeiten haben Delicia und Marcos Hilfe geleistet.

“Wir möchten, dass viele Leute kommen -sagt Lucas Echeverría- damit alle das Wort Gottes hören können und zusammen mit den Kindern die sie inszenieren werden, die Leidensgeschichte unseres Herrn Jesu Christi wiedererleben können”.



Diario La Nación - 19.01.04 - 1. Leitartikel

Hunger, ein schändliches Manko

Dass es in unserem Land Menschen gibt die an Hunger leiden ist ein Missstand der auf baldige Loesung pocht. Aber, dass es Kinder gibt die in diesem Zustand andauern ist ohne Weiteres eine unzulässige Notlage die uns Argentinier alle -die Regierung und die Regierten, ohne jede Ausnahme- und uns verleiten sollte tief über unsere Verantwortung nachzudenken, mit dem Zweck unsere Fräfte zu vereinen um zusammen sobald wie irgendmöglich zu tun was nötig ist.

Niemand der von sich selbst sagt er hätte ein Minimum an Empfindsamkeit, kann mit gekreuzten Armen diesem schwerstwiegendsten Problem sozialer und menschlicher Art zusehn. Von Zeit zu Zeit wird die Öffentlichkeit darauf aufmerksam gemacht wenn wir Medien darüber in Wort und Bild berichten. Dann ist es schon Gewohnheit, dass diese schmerzlichen Nachrichten die besondere Lage in der Provinz Tucumán unterstreichen, eine der am schwersten von der Kinderunterernährung betroffenen. Leider aber ist dieses Übel in seinen verschiedenen Abarten über einen grossen Teil unseres Landes verbreitet.

Als blosses Beispiel haben wir vor fast genau einem Jahr in dieser Spalte eine Untersuchung der Gesundheitsbehörden der Provinz Entre Rios erwähnt die ein schauerliches Ergebnis erbrachte: Als die Datenerfassung noch nicht beschlossen war, hatte man 7000 Kinder in der Provinz gezählt, die an Unterernährung in verschiedenen Graden litten.

Es braucht nicht betont zu werden, dass der gänzliche oder teilweise Mangel an anständiger, gesunder und ihren Notwendigkeiten entsprechender Ernährung die Kinder in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung schadet. Dies ist aber nicht die einzige Folge dieser unerträglichen Wirklichkeit, vor allem wenn man bedenkt, dass auch heute noch Argentinien mit seiner Produktionsfähigkeit für Nahrungsmittel prangt. Die Unternernährung der Kinder bringt ausserdem Krankheiten wie Parasitose, Blutarmut, TBC, und andere schwere Übel.

Deshalb gibt es keine Entschuldigung für die, die als Regierende, als Gesetzgeber oder als Beamte durch ihre verwaltungstechnische Unfähigkeit oder -ganz gewiss noch schlimmer- durch falsche Versprechungen, Gleichgültigkeit oder durch Korruption erlaubten, dass es soweit kam. Sie werden nichtmal dadurch gerechtfertigt, dass Kinderunterernährung in verschiedenen Gegenden des Landes altherkömmlich ist, oder, dass sie mehr als einmal das vorhersehbare Ergebnis der in manchen Sozialschichten herrschenden Unwissenheit war, die statt nach einer Deckung der Grundbedürfnisse durch Sozialgemüsegärten, Kleinanbau, usw. zu suchen, sich darauf beschränkte einen prekären und bequemen Schutz in der ausschliesslichen Abhängigkeit von der Fürsorgepolitik zu suchen.

Diese gerechtfertigten Tadel vergessen natürlich nicht, dass die Geissel der Kinderunterernährung eine Unmenge von öffentlichen und privaten Verbundenheitsinitiativen hervorgebracht hat, mit dem gesunden Zweck diesem übel ins Auge zu blicken und es zu vermindern. Um nur einige davon zu nennen, kann man den Plan Solidario Agropecuario (Solidagro) erwähnen, die angestrengte Tätigkeit von gemeinnützigen Einrichtungen wie -unter anderen- Red Solidaria und Caritas, und vieler Speiseräume die mit viel Mühe und manchmal auch sehr erschwerlich in einigen der vielen Mangelbrennpunkte den Kampf gegen den Hunger ausüben. Vor wenigen Tagen z. B., hat die Provinz Tucumán ein Ernährungsprogramm eingeleitet das mittels der Abgabe von Nahrungsrationen diesen Sommer erlauben wird ca. 150.000 Kinder im Alter zwischen 5 und 14 Jahren zu unterstützen.

Trotzdem ist es aber nötig schwarz auf weiss beide Seiten der Münze zu zeigen. So wie in dieser Sache schon viel getan wurde und getan wird, kann man doch nicht die verwerfliche Untätigkeit übersehen die andere Bemühungen im gleichen Sinne behindert, verhindert, oder steril gemacht hat. Eine dieser unentschuldbaren Hintansetzungen war es, die im letzten November und nach einer Verzögerung von mehr als zwei Jahren den Gesetzesentwurf einer "Sonderordnung zur Stiftung von Lebensmitteln, Esswaren und Lebensmittelhandlungwaren" (Donal) verfallen liess, der auf dem weltweit als "Gesetz des Guten Samariters" bekannten Hilfssystem fusst.

Durch den Mangel eines derartigen Gesetzes können die in unserem Land bestehenden Lebensmittelbanken nicht mit den Tonnen Nahrung rechnen die Tag für Tag in gutem Zustand vernichtet werden. Man sieht, dass Verbundenheitsgeist, Uneigennützigkeit und guter Wille vorhanden sind, wenn auch mit einer gewissen Zerstreuung die die greifbare Wirksamkeit herabsetzt. Aus diesem Grund ist es unumgänglich, dass der Kampf gegen die Unterernährung der Kinder zu einem vorrechtlichen Vorhaben wird, zu einer Haupttaktik des Staats die mit dem absoluten und entschlossenem Rückhalt aller Argentinier guten Willens unterstützt wird.

Der Fortbestand der Kinderunterernährung betrifft die wehrlosesten Wesen unserer Gesellschaft, die Kinder, hat negative Auswirkung auf die Zukunft unseres Landes, ist eine ethische und moralische Schande, wirkt sich nachteilig auf ein gesellschaftliches Zusammenleben aus, und breitet einen dicken Mantel der Verlegenheit über die Gewissen der Erwachsenen die nicht alles getan haben um ihr ein Ende zu setzen. Es ist also Zeit, dass wir alles darauf setzen diese wirkliche Freveltat an unserer Kindern endgültig zu beenden.



Kinder aus Suncho Corral ragen in Olympiade hervor

Nuevo Diario Zeitung, Santiago del Estero - 06.10.2003

Die Kinder des Santa Rosa de Lima Heims der Stiftung nahmen hervorragend Teil an ihrem ersten Auftritt an den Olympiaden der Provinzen Chaco und Santiago del Estero.

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Festlichkeiten zum Kindestag

Nuevo Diario Zeitung, Santiago del Estero - 14.08.2003

Felices los Niños feierte den Kindestag in seinen Heimen im ganzen Land. Santiago del Estero war keine Ausnahme. Die Zeitung Nuevo Diario dieser Provinz widmete uns einen Artikel in dem sie die Teilnahme der 1500 Kindern hervorhebt die sich mit den für sie vorbereiteten Tätigkeiten an diesem Tag im Santa Rosa de Lima Heim vergnügten.

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Diario La Nación - 22.07.2003 - Von Silvina Premat

Die Kost der Felices los Niños Kinder hat sich verschlechtert

Sie erhalten weniger Hilfe und Lebensmittel

  • Merkliche Verminderung der Spenden von Firmen und Privatleuten
  • In der Kost wird Fleisch knapp
  • Trotzdem wohnen immer mehr Kinder in den Werken dieser Stiftung

 

Die Plakate die sich mit Glückwünschen zum Vatertag an den Priester Julio César Grassi richteten, die seine Freunde im Juni neben die Pforte der Felices los Niños Stiftung in Hurlingham hängten, sind mit der Zeit farblos geworden genau wie das Bild der grossen Lastwagen die früher, vollgepackt mit Tonnen von Keksen, Käsewaren, Fleisch und Milch, durch diese Pforte fuhren.

In den Speiseräumen der Organisation wird Fleisch nicht mehr so oft aufgetischt wie vor wenigen Monaten. Die Lieferanten erhalten seit zwei Monaten keine Zahlung, und das Personal hat diesertags das Gehalt des Monats Mai kassiert. Die in den Heimen wohnenden Kinder bekommen nicht mehr so viele Besuche von Familien die ihnen Geschenke brachten und die sie zu Spaziergängen ausführten.

Neun Monate nach der Medienexplosion des Gerichtsverfahrens in dem Anzeigen gegen Grassi wegen Kindesmissbrauchs untersucht werden (der Priester ist angeklagt, in begrenzter Freiheit, und nach den Gerichtsferien wird entschieden werden ob ein Prozess gegen ihn begonnen wird) sind die Auswirkungen offensichtlich.

Geprügelte Stiftung

"Als auf die Stiftung eingeschlagen wurde hat sich ihr Finanzsystem sehr beeinträchtigt", sagte zu LA NACION der Bilanzbuchhalter und externe Wirtschaftsprüfer der Stiftung, Joaquín Naredo, in dessen Meinung man bis zur Bilanz des Jahres 2003 warten muss um die Auswirkung auf die Wirtschaft der Stiftung auswerten zu können.

Die Kinder im Virgen de los Desamparados Speiseraum erwarten ein nahrhaftere Kost
Die Kinder im Virgen de los Desamparados Speiseraum erwarten ein nahrhaftere Kost

Nach Maximiliamo Gulmanelli, dem Heimkoordinator der Felices los Niños Stiftung, begann eine "Katastrophe" für die Nutzniesser der Stiftung, 6.400 Kinder die in 21 Ortschaften des Landes in 52 Werken Kost, Obdach, Schulung, und geistige Bildung erhalten, als die Anzeigen gegen den Priester öffentlich wurden.

"Die heutige Lage der Heime ist nicht knapp; die Kost hat sich geändert, jetzt wird weniger Fleisch gegessen", bedeutete Gulmanelli. "Kein Werk wurde geschlossen, und die Zahl der betreuten Kinder hat weiterhin zugenommen", erklärte er, und erinnerte daran, dass Ende des Jahres 2001 3.400 Kinder betreut wurden, und, dass in anderthalb Jahren diese Zahl um 3.000 Kinder anstieg.

Als Pater Grassi verhaftet wurde übernahm der TV-Showman Raúl Portal den Vorsitz der Stiftung. "Wir halten aus wie wir können" sagte er, und bedauerte, dass eine kanadische Organisation eine Stiftung von drei Millionen Pesos einfrohr als behauptet wurde, dass Grassi Geld in die Schweiz gebracht hätte. "Mit diesem Geld könnten wir alle unsere Schulden zahlen", beklagte er sich.

Der Stiftungshaushalt dieses Jahres, im Juli 2002 erstellt, sieht 13.012.016 argentinische Pesos vor. Die argentinische Bundesregierung hat einen Zuschuss von $ 1.918.535 gebilligt, von denen weniger als 500.000 Pesos ausgezahlt wurden.

Für die restlichen ca. 11 Mio war vorgesehen sie mit Geld- und Sachspenden des Privatsektors zu decken, die bis zum letzten Jahr in fast gleichen Teilen von Dauerbeiträgen und und gelegentlichen Beiträgen von Privatwohltätern einerseits, und mittels durch andere Initiativen erwirkte Einkommen andererseits aufgeteilt werden konnten.

Die altherkömmlichen Paten sind treu gebleiben, so Naredo. "Wo es mehr Schwierigkeiten gibt ist mit den nichtperiodischen Einnahmen" sagte er und fügte hinzu "Die Verzögerung einieger Spenden und das Verschwinden von Angeboten juristischer Personen und Firmen bringen uns jetzt dazu mehr Lebensmittel kaufen zu müssen".

Verlassene Werke?

"Endlich kommt jemand von der Stiftung!", rief María Elena Dahud aus als sie am letzten Dienstag den Besuch zweier Führungskräfte der Stiftung erhielt. Sie ist eine der Verantwortlichen der Virgen de los Desamparados Tagesstätte, die seit letztem September in der Nuestra Señora del Carmen Kirche in Villa Angela, nahe dem Hauptsitz der Stiftung, 60 Kindern Frühstück, Mittagessen, und Nachmittasimbiss gibt.

"Das Werk lebt und wurde dank der Grosszügigkeit des Privatsektors nie abgestoppt", erläuterte Naredo. Zwei Schulen sind im Bau, in José León Suárez und in San Miguel. Aber er gab auch zu, dass es wahr ist, dass ein grosser Teil der heute für die Werke einkommende Hilfe von der Verbundenheit eines jeden Bezirks abhängt.


Das Werk

6.400 Kinder: heute werden 6.400 Kinder von der Stiftung betreut.

550 Angestellte: ohne das Lehrpersonal mitzuzählen hat die Stiftung 550 Angestellte.

20 Heime: im Ganzen sind es 20 Wohnheime, 15 Tagesstätten, 9 Schulen, 6 Speiseräume, 2 mobile Aktionsgruppen und 33 Berufslehrwerkstätten.

Im Landesinneren werden folgende Heime betrieben: Nuestra Señora de la Patagonia in Santa Cruz; Centro Maitey Rory Mitakuera in Formosa; San Cayetano in San Juan; El Buen Pastor im Chaco, und Santa Rosa de Lima in Santiago del Estero.

13.012.016 argentinische Pesos: dies ist der von der Stiftung für das Jahr 2003 vorgesehene Haushalt.

1.918.535 argentinische Pesos: ist der Betrag des staatlichen Zuschusses den die Stiftung erhält.

Erstes Werk: Don Bosco Kinderheim auf dem heutigen Grundstück in Hurlingham, 1993.



Periódico La Revistita: La Voz de Máximo Paz - Juli 2003 - von Mario Morhain

Die Unterhaltung

Die Versammlung war beendet. Die Kinder die in regelmäßigen Zeitabständen zusammenkamen um Kirchenlieder einzuüben verabschiedeten sich von Schwester Angelina an der Türe.

Nur Claribel und Judith wollten auf den Bruder der Ersteren warten der sie beide nachhause begleiten sollte, denn sie waren Nachbarskinder.

So hiess es also warten.

Daher die Frage:

- Schwester... Es stimmt doch, dass es den Himmel, die Hölle und das Fegefeuer gibt? - begann Claribel eine Unterhaltung die in merkwürdige Bemerkungen abdriften sollte.

Claribel und Judith waren beide 9 Jahre alt, und mit jenem dem Alter ensprechenden Wissensdurst wollten sie jetzt da sie mit der Schwaster allein waren, für sie einige alleinige Antworten erhaschen.

- Ja, das stimmt. - sagte Schwester Angelina.

Um von ihnen ohne Schwierigkeiten verstanden zu werden erklärte die Schwester es in einer auf das Alter der Mädchen abgestimmten Art.

Claribel sah die Ordensschwester nochmal an.

- Und wie wird man denn Schwester?

- Nun, man muss darauf achten ob Gott uns ruft, und später, wenn wir diese Berufung in uns fühlen, kann man dann in unser Haus kommen um mit uns zu leben. Wenn man 16 oder 17 Jahre alt wird, kann man Schwester werden. Nach einer Zeit der Vorbereitung heiraten wir Schwestern Gott und widmen uns dann einem Leben mit Ihm.

- Ach so... Ihr heiratet Gott... - bemerkte Claribel mit einigem Staunen - ...aber ihr bekommt keine Kinder...

- Doch. Wir haben viele Kinder, viele, viele. Wer meinst Du denn sind unsere Kinder? - antwortete Angelina.

- Nun... - dachte das kleine Mädchen nach - ich glaube euere Kinder sind... -die Engel! ¿Stimmt das?

- Nein, Claribel! Ihr seid unsere Kinder, ihr, die Kinder vom Boccardo Heim, eure kleinen Geschwister und alle die sich uns oder wir uns ihnen nähern. Das sind unsere Kinder!

- Richtig! Ihr seid wie unsere Mütter, weil ihr uns immer helft und uns Turnschuhe und Kittel kauft und uns beisteht... Das stimmt. Ihr seid so etwas wie unsere zweiten Mütter.

Claribel bezog sich auf die Hilfe die die Schwestern den vielen Kleinen gaben die die Tagesstätte besuchten, die neben der Felices los Niños Stiftung jeden Morgen für mehr als hundertvierzig Kinder ihre Türen öffnete.

Aber nach einem Augenblick des Nachdenkens fügte die Kleine hinzu:

- Wenn ihr unsere Mütter seid dann ist Pater Julio unser Vater, weil auch er sich immer um uns sorgt, nichtwahr?

- Klar, - mischte Judith sich ein - er macht sich immer Sorgen um uns und er ging sogar für uns ins Gefängnis. Er ist sehr gut.

Die Unterhaltung drehte sich dann noch um verschiedene Themen bis Schwester Angelina die Mädchen nachhause begleitete, denn Claribels Bruder, der beide abholen sollte, war nicht gekommen.

Aber in der Luft schwebten noch die scharfsinnigen Bemerkungen und die fruchtbare Phantasie der Mädchen, die, trotzdem sie in einem Alter waren in dem man sich noch nicht so viele Sorgen macht, doch schon weit mehr verstehen als viele von uns annehmen, und die mehr sehen und Zusammenhänge klarer verbinden können als manche Erwachsene.


Merke: Dieses Gespräch fand wirklich zwischen Mädchen und Schwestern des Juan María Boccardo Heims in Máximo Paz in der Provinz Buenos Aires statt.



Nuevo Diario Zeitung, Santiago del Estero - 22.03.2003

In Suncho Corral werden die Kinder einen neuen Platz bekommen

Die Felices los Niños Stiftung wird einen neuen Speiseraum eröffnen

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Nuevo Diario Zeitung, Santiago del Estero - 18.03.2003

Ein Wunsch wird in der Stadt Suncho Corral wahr

Das Santa Rosa de Lima Heim führt seine Tätigkeit fort

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Die Felices los Niños Stiftung in Le Figaro

Le Figaro - 14.08.2002 - Von Irina de Chikoff

Die angesehene französische Zeitung widmente Pater Grassi einen Artikel.

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